Trekk auf dem Savage Alpine Trail – hoch, hoch, hoch
Der Trekk auf dem Savage Alpine Trail gilt als der anspruchsvollste bei einem Besuch im Denali Nationalpark in Alaska. Grund dafür soll nicht nur die Strecke von 6,6 Kilometern sein, sondern auch die 460 Höhenmeter und das Terrain als solches.
Mit der Erfahrung meiner Vulkanbesteigungen in Guatemala und der Tatsache, dass ich in den vergangenen Jahren das Trekken zu einem Hobby gemacht habe, machte ich mir weniger Gedanken in Bezug auf die Länge des Trekks als vielmehr um die Höhe. 460 Hm sind gut machbar, aber das hängt auch stark vom Terrain an sich ab, so dachte ich. Außerdem war mir nicht klar, wie schnell diese 460 Hm zu nehmen waren… ich kann dir sagen: Egal, von welcher Seite aus du den Trekk auf dem Savage Alpine Trail laufen wirst: Schnell!
Während der erste Kilometer noch ein reines Kinderspiel war und ich mich zusammenreißen musste, den Weg nicht direkt zu joggen, so änderte sich dies vom einen auf den anderen Moment. Binnen Sekunden fühlte ich mich zurückversetzt in meine Besteigung des Acatenango ab dem Basecamp. Gleicher schmaler Weg. Gleiches Geröll. Gleiche Steigung. Gleiche Unlust. Der einzige Unterschied: Die Besteigung des Acatenango ab dem Basecamp begann morgens um 4 Uhr – ohne Kaffee.
Jede Menge Blümchen, aber eher keine Bären…
Nun denn, so sagte ich mir, Kaffee habe ich schon genug in meinem Körper. Ich rechnete: Für den frühmorgendlichen Aufstieg auf den Acatenango, die 400 Höhenmeter, brauchst du eine starke Stunde. Wenn das hier jetzt 460 Höhenmeter sind, dann ist das ebenfalls gut in einer starken Stunde machbar. Augen zu und durch.
Und genau das tat ich. Mental. Denn bei dem Ausblick willst du nicht mit geschlossenen Augen laufen. Und weil ich vom Trail-Verlauf wirklich absolut keine Ahnung hatte, realisierte ich erst kurz vor knapp, dass der Trekk auf dem Savage Alpine Trail tatsächlich hoch zu den Felsen führte, die du schon lange von unten aus sehen konntest…
Und – schwupps – zwei Stunden und 7 Minuten später war ich unten am Savage River. Acatenango, ääähhh, nein, Savage Alpine Trail, du kannst mir gar nichts! 😀
Wissenswertes über den Trekk auf dem Savage Alpine Trail
Überblick über den Trekk auf dem Savage Alpine Trail
Distanz: 6,6 Kilometer (4 Meilen)
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Höhe: 460 Hm (1,500 feet)
Dauer: 2 bis 4 Stunden
Da gehts hoch…
Startpunkte für den Trekk auf dem Savage Alpine Trail
Es gibt zwei Startpunkte, um den Trekk auf dem Savage Alpine Trail zu laufen – Savage River trailhead und Mountain Vista.
Savage River trailhead liegt direkt beim Savage River an der Stelle, wo der Asphalt zu Schotterstraßee wird. Nach der Brücke darfst du nicht mehr mit dem eigenen Auto weiterfahren, sondern musst die Busse des Nationalparks nehmen. Es gibt genau dort einen kleinen Parkplatz für circa 20 Fahrzeuge. Auch WCs gibt es dort. Der Startpunkt ist noch auf der Asphalt-Seite (Google Maps: Savage River Loop Trailhead).
Der zweite Startpunkt liegt ein paar Kilometer vor dem Savage River trailhead (Google Maps: Savage Alpine Trailhead). Du kannst bei Mountain Vista Picnic Area entweder dein Auto abstellen oder dort aus dem Shuttle-Bus des Nationalparks aussteigen. Wenn du dem Busfahrer sagst, dass du den Savage Alpine Trail machen möchtest, dann lässt er dich auch direkt an der Straße vor dem Zugang zum Trail raus, so dass du dir den Weg vom Parkplatz sparen kannst. Auch bei der Mountain Vista Picnic Area gibt es Toiletten.
Hilfreiche Wandertipps für den Trekk auf dem Savage Alpine Trail
Ich empfehle dir unbedingt, Mountain Vista als Startpunkt zu nehmen und bei Savage River den Trekk zu beenden. Mountain Vista nämlich liegt höher als Savage River und auf diese Weise sparst du dir wenigstens eine Handvoll Höhenmeter ein. Abgesehen davon geht es bei einem Start in Savage River gleich zu Beginn höhentechnisch so richtig zur Sache. Das an sich wäre ja nun nicht das Schlimmste – was ich als unglaublich anstrengend empfand, war der viele Schotter, der dort lag. Das war zuvor weniger und daher empfand ich, dass der viele Schotter und die gleichzeitige Höhe nochmal anstrengender war als „nur“ Höhe laufen zu müssen.
Kleidung für den Trekk auf dem Savage Alpine Trail
Pack‘ in jedem Fall mehrere Lagen warmer Kleidung ein, da sich das Wetter und vor allem der Wind schlagartig ändern können, wenn du nur eine Kurve läufst.
Ich trug:
Top
Thermopulli
Alpaka-Jacke
Jacke
In meinem Rucksack hatte ich zusätzlich noch eine Regenjacke und Wechselshirts.
Bist du oben angekommen, verändert sich auch das Terrain sehr stark und du läufst meist über Felsengestein; auch der Weg wird deutlich schmaler.
Du wirst beim Trekk auf dem Savage Alpine Trail definitiv ins Schwitzen kommen, auch wenn du für gewöhnlich – wie ich – eher nicht schnell ins Schwitzen kommst. Warum?! – Weil die Umgebung kalt ist, du dich bei der Höhe ordentlich warm läufst und daher unter deiner Kleidung zu schwitzen beginnst. Wirklich ausziehen kannst du dich aber nicht, weil du dich sonst krass erkälten wirst. Mein Top und meinen Thermopulli trug ich beispielsweise durchgängig, die Alpaka-Weste packte ich relativ schnell wieder in den Rucksack. Und ansonsten wechselte ich nur Jacke an, Jacke aus, Jacke an, usw.
Besuch des Denali Nationalpark und die Irrungen und Wirrungen der Namenskontroverse
Die Kontroverse begann bereits vor der Gründung des Nationalparks und dauert bis heute an. Am 13. Januar 1916 richtete der Jäger und Naturforscher Charles Sheldon einen Appell an Thomas Riggs von der Alaska Engineering Commission bezüglich der Benennung des Parks und seines Kronjuwels und sprach sich für den Namen Denali (übersetzt: der Große) aus. Es war der alte indigene Name.
Doch Riggs stimmte nicht mit Sheldon und Browne überein. In seiner Antwort an Browne erklärte Riggs: „Ich mag den Namen Denali nicht. Er ist nicht aussagekräftig. Jeder in den Vereinigten Staaten kennt den Mt. McKinley und die verschiedenen Versuche, ihn zu besteigen. Daher sind sowohl Mr. Yard als auch ich der Meinung, dass der Name McKinley beibehalten werden sollte.“
„Mount McKinley Nationalpark“ setzte sich also offiziell durch. Aber die Debatte war damit noch lange nicht beendet. Es erwies sich als schwierig, Wörter und Bedeutungen zu verdrängen, die bei den Athabaskan-Gruppen, die in unmittelbarer Nähe des Berges lebten, seit Generationen Bestand hatten. Athabaskanische Wörter für den Berg bedeuten „der Große“ oder „großer Berg“ (vielleicht wusste Riggs nicht, dass die Wörter der Ureinwohner beschreibend waren). „McKinley“ war mit der Weltanschauung der Athabaskan nicht vereinbar, da sie Orte selten nach Menschen benennen. Die Bemühungen von Politikern aus Alaska, den Namen zu ändern, wurden vom Kongress jedoch immer wieder vereitelt, bis… ja, bis Präsident Barack Obama 2015 den Namen Denali für den Berg wieder einführte.
Mehrmals täglich kannst du bei einem Besuch des Denali Nationalpark auch eine der Hundeschlittenvorführungen anschauen.
Trump übrigens kündigte via Twitter 2017 an, den Namen wieder rückgängig machen zu wollen, da mit Denali ja niemand etwas anfangen könne und es für Ohio ein Insult sei, dass der Name des ehemaligen Präsidenten nicht mehr verwendet würde. (Quelle: https://edition.cnn.com/2017/10/24/politics/trump-denali-mt-mckinley/index.html)
Gelungen ist ihm das nicht! Und ob er jemals auf den Wegen des Denali Nationalparks spaziert ist, wage ich zu bezweifeln.
Wanderungen ohne Bärspray solltest du in Alaska vermeiden.
Besuch des Denali Nationalpark – die Wanderwege
Horseshoe Trail
Einer der kleineren, aber sehr schönen Wege, die sich sehr gut für ein kleines Kardio Workout am Nachmittag eignen, ist der Horseshoe Trail.
Der Weg beginnt bei Meile 0,9 an der Parkstraße in der Nähe der Bahngleise. Zuerst wanderst du auf einem sehr gut ausgebauten Weg hinunter zum See. Nachdem du den Overlook erreicht hast, fällt der Weg steil ab. Denk‘ dran, alles, was du da jetzt runterläufst, musst du später wieder hoch – der Weg ist zwar ein Loop um den See herum, aber es führt nur ein Weg zum See.
Dennoch – trotz Steigung auf dem Rückweg – kannst du den Weg in einer guten Stunde laufen. Es sind nur etwas mehr als 3 Kilometer. Ich sag‘ ja, ein nettes Kardio Workout am Nachmittag.
Mt. Healy Trail
Der Mt Healy Trail ist mit seinen 11 Kilometern langen Hin- und Rückweg deutlich anstrengender. Die Route wird grundsätzlich als moderat eingestuft und kann zumeist in 4,5 Stunden bewältigt werden.
Die erste Kilometer dieses Weges, der in der Nähe des Murie Science and Learning Center beginnt, ist mäßig steil und führt durch den Wald. Der Wald weicht schließlich der Tundra. Bäume werden zu Sträuchern und die Landschaft öffnet sich weit. Die letzten 2 Kilometer sind noch steiler. Als Belohnung winken jedoch weite Ausblicke auf den Eingangsbereich des Denali-Nationalparks, das Nenana River Valley, Healy Ridge und die nahe gelegenen Alpenkämme.
Savage Alpine Trail
Beachte, dass Hin- und Rückweg des Mt. Healy Trails derselbe Weg sind. Unattraktiv? – Das fand ich auch – deswegen habe ich am einen Tag den Horseshoe gemacht und am nächsten Tag den Savage Alpine Trail. Von diesem erzähle ich dir aber ein anderes Mal. Ich kann dir aber jetzt schon sagen: Der hat es echt in sich!
Es sieht diesig aus – in Wirklichkeit ist dieser Nebel aber Rauch, denn in Alaska sind leider auch Waldbrände an der Tagesordnung.
Sei darauf vorbereitet, dass dir Elche in Alaska überall und plötzlich begegnen können. Dieser hier stand an der Landstraße und graste – nur circa 10 Meter von den vorbeifahrenden Autos entfernt.Dieser hier stand am Parkplatz des Denali – wie groß!Lecker Abendessen nach einem ereignisreichen Tag……bei einer solchen Aussicht!Um 22 Uhr steht die Sonne noch über den Bergen und es ist Taghell.
Das kleine Dorf Talkeetna in Alaska – klein und malerisch
Das kleine Dorf Talkeetna in Alaska liegt am Fuße des höchsten Berges Nordamerikas, dem Denali. Talkeetna bietet einen herrlichen Panoramablick auf die Alaska Range. Aber kein Besuch im Dorf Talkeetna in Alaska ist vollständig ohne einen Spaziergang durch die Main Street, die zwei Blocks mit historischen Gebäuden, Geschäften, Kunstgalerien, Restaurants und einer Brauerei umfasst. Am Ende der Main Street befindet sich der Talkeetna Riverfront Park, der an klaren Tagen einen Blick auf den Susitna River und den Denali bietet.
Und während Talkeetna unter der Woche durchaus ein klein wenig verschlafen wirkt, erwacht es an den Wochenenden zum Leben. Denn freitags und samstags ab circa 17 Uhr treten im kleinen Dorfpark Bands auf und sorgen dort für richtig gute Stimmung. Vorsicht aber vor den Moskitos. Die sind bisweilen so krass vertreten, dass sie gehörig auf die Stimmung drücken können.
Das Dorf Talkeetna in Alaska eignet sich deswegen so gut als Zwischenstopp, weil du hier ganz viele Dinge unternehmen kannst: Einerseits ist Flightseeing – Flüge mit kleinen Flugzeugen zum Denali oder auf einen Gletscher – dort deutlich günstiger als im Denali Nationalpark, andererseits kannst du zig andere Dinge dort unternehmen, wie beispielsweise Kayaking, Rafting, Hundeschlittenfahrten, ATV-Tourenn, Ziplining und Wanderungen. Außerdem hat das Dorf zahlreiche kleine Kunstgalerien und Souvenirläden und jede Menge Lokale. Ganz günstig ist der Spaß nicht – typisch amerikanische Preise!
Solltest du dich im Sommer dazu entscheiden, einen Trekk durch die Natur zu unternehmen – sehr gut eignet sich der Pfad entlang der Gleise, der beim Parkplatz hinter dem Dorf-Park beginnt – dann vergiss‘ auf keinen Fall das Moskitospray: Als ich am Vormittag dort joggen war, trug ich aufgrund des Regens meine Regenjacke, schnürte mich zum Schutz vor Regen und den Moskitos so zu, dass nur noch das Gesicht herausschaute. Als ich eine Stunde später wieder in meiner Unterkunft ankam und die Regenjacke öffnete, schwirrten sechs Moskitos heraus, die ich schließlich erst einmal wieder einfangen musste.
Auf der anderen Seite der Brücke wurde es dann richtig schlimm mit den Moskitos…
Trekking zum Exit Glacier und Harding Icefield – wenn’s plötzlich richtig kalt wird
Exit Glacier und Harding Icefield – die Vergangenheit
Als vor ich-weiß-nicht-wie-vielen-Jahren ein Forscherteam mit einem Journalisten auf dem Gletscher des Kenai Nationalparks unterwegs waren und die Wanderer den Gletscherbereich verließen und auf dem Eisfeld zwischen den Bergen ankamen, funkte der Journalist ins Tal „Exit, Glacier“, um den Wartenden die Information zukommen zu lassen, dass sie endlich den Gletscherbereich verlassen hatten. Wahrscheinlich hieß er Harding. 😀
Exit Glacier und Harding Icefield von der Landstraße aus
Exit Glacier und Harding Icefield – heute
Heute ist der Exit Glacier ein absolutes Muss bei einem Besuch in Seward, denn er ist nicht nur der einzige Gletscher, der mit dem Auto erreichbar ist. Es gibt also absolut keinen einzigen erfindlichen Grund, ihn nicht zu besuchen. Und, glaub‘ mir, Lustlosigkeit in Bezug auf Wandern zählt nicht – Lust hatte ich nämlich auch keine. Aber die habe ich nie, wenn es um Sport geht. Aber was tut man nicht alles?! 😉
Von diesem Schild aus sind es noch mindestens 2 Stunden bis zu Marmot Meadows – unvorstellbar, wie weit früher Schnee und Eis reichten.
Schilder zeigen dir, wo sich Schnee und Eis früher befanden
Eine Besonderheit des Exit Glacier sind die kleinen Schilder entlang des Highways und dann des Weges, die die Position des Gletschers zu verschiedenen Zeitpunkten in der Geschichte zeigen. Diese beginnen tatsächlich bereits auf der Landstraße nach Seward und zeigen an, dass das Schnee und Eis Ende des 19. Jahrhunderts noch bis zu dieser reichten.
Von Schnee und Eis ist heute nicht mehr viel zu sehen – dieses bekommst du erst zu Gesicht, wenn du dich zur Wanderung zum Harding Icefield aufmachst. Hard ist diese in jedem Fall. Und lang. Und wirklich lohnen tut sie sich nur, wenn du eine klare Sicht auf das Eis und die entsprechenden Klamotten bei dir hast – da oben wird’s nämlich ganz schön kalt.
Egal wie weit du läufst, der Blick auf die umliegenden Berge ist von Anfang an atemberaubend schön.
Trekking zum Exit Glacier und Harding Icefield
Der Harding Icefield Hike beträgt insgesamt 14,5km hin und zurück und hat einen Höhenunterschied von 1.055m. Der größte Teil der Wanderung führt über 250 Höhenmeter pro Kilometer, was echt steil ist. Wenn du nicht die ganze Strecke zurücklegen möchtest, kannst du an verschiedenen Punkten entlang des Weges umkehren.
Etwa 3,5km nach dem Start (und circa 4,5-5 km nach dem Parkplatz – lass‘ dich von den Angaben auf der Infotafel am Eingang des Parks nicht täuschen; die km-Angabe beginnt erst dann, wenn du zur Abzweigung des Weges gelangst, wo der Hike dann auch tatsächlich beginnt; alles, was du zuvor gelaufen bist, zählt nicht dazu!), kommst du an ein offenes Gebiet namens Marmot Meadows.
Bei Marmot Meadows hast du den ersten wirklich beeindruckenden Blick auf den Exit Glacier. Dies ist ein guter Ort, um umzukehren, wenn du genug vom Klettern und den Höhenmetern hast oder – wie bei mir leider der Fall – der weitere Weg wegen zu viel Schnee und Eis unpassierbar ist.
Trekkingalternativen, um Exit Glacier und Harding Icefield zu sehen
Neben der sehr anstrengenden Harding Icefield Wanderung gibt es am Exit Glacier auch einige leichtere Wanderwege, wie beispielsweise denn Glacier View Loop Trail. Dieser ist nur etwa eine Meile lang, meist flach Weg und sogar für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet. Der Pfad führt durch den Wald, der einst unter dem Exit Glacier lag, zu einem Aussichtspunkt.
life goal „einmal auf nem Gletscher spazieren“: erledigt!
Bootsfahrt in Seward – Fahrt durch die Kenai Fjorde – Erlebnisbericht
„Malerisch“, haben sie gesagt. „Atemberaubend schön“, haben sie gesagt. „Einmalig“, haben sie gesagt. Und das zu einem stolzen Preis von umgerechnet 190 Euro. Skeptisch war ich. Sehr. Und als das Boot kurz nach 11:30 Uhr langsam und ganz gemächlich am Hafen von Seward ablegte, zog ich innerlich die Augenbraue hoch und fragte mich, die wie vielte Bootsfahrt in meinem Leben dies wohl war und ob die Bootsfahrt in Seward auch nur ansatzweise an meine Ansprüche herankäme.
Wir hatten kaum abgelegt, da sah ich bereits den ersten Seelöwen. Süß, dachte ich bei mir. Süß, wie er da im Wasser tollt. Aber noch nicht besonders, denn die pussierlichen Tierchen hatte ich bereits zuhauf auf Galapagos gesehen.
Und während die Passagiere draußen in der Ferne auf den Hügeln zwei Steinböcke beobachteten, blätterte ich durch den Flyer. Darin abgebildet waren alle Tiere, die ich heute zu Gesicht bekommen sollte. Cooler Werbetrick, dachte ich. Aber gut. Harren wir der Dinge, die da kommen.
Recht schnell wurde die Fahrt etwas schaukeliger. Die ersten Passagiere begaben sich an das Ende des Bootes. Einige von ihnen begannen bereits jetzt mit der Fischfütterung. Ich musste etwas schmunzeln, dachte ich doch zurück an meine Reise durch Indonesien, als ich drei Nächte auf einem kleinen Kahn von Bali nach Labuan Bajo fuhr. Das waren unruhige Tage. Die Bootsfahrt in Seward dagegen? – Eine Tuckerfahrt.
Eine knappe Stunde, für mich ein Mittagessen und zahlreiche gefütterte Fischschwärme später wurde die Fahrt ruhiger, denn das Boot steuerte in eines der Fjorde hinein und hielt plötzlich unvermittelt an. Haie. Wale. Noch mehr Haie. Einige Fahrminuten später Delfine. Wieder einige Minuten später Haie.
Kaum hatte ich mich in der Kabine wieder an den Tisch gesetzt, sprang ich wieder auf und lief nach draußen, weil es ein anderes Geschöpf zu bestaunen gab. Dabei entging mir nicht, dass die Temperaturen immer weiter fielen.
Meine Hände wollten es kaum länger als zwei Minuten draußen aushalten. Meine Augen konnten aber nicht glauben, welch ein Schauspiel sich vor ihnen ereignete.
Die Tiere sausten wie wild durch das Wasser. Links vom Boot. Rechts vom Boot. Das Boot selbst steuerte dabei auf einen riesigen Gletscher zu. Die Eisschollen, die plötzlich neben dem Boot schwammen und die Meerestiere ablösten, wurden größer. Größer und fester und klarer.
Und als ich dachte, ich halte es keine Minute länger mehr hier draußen aus, stoppte das Boot direkt vor einem riesigen Gletscher. In der Ferne vernahm ich Geräusche. Sie kamen unmissverständlich vom Gletscher. Eis bröckelte. Rumms. Der Eiswand entlang hinab fiel ein großer Eisbrocken. Rumms. Ins Wasser. Und reihte sich dort bei den anderen Eisschollen ein.
Nach meiner Negativ-Erfahrung mit Anchorage waren Alaska und ich nun Freunde…
Bootsfahrt in Seward – ein Fazit
Butter bei die Fische: Lohnen sich die 190 Euro für eine Bootsfahrt in Seward?! – Ja, ganz eindeutig ja! Denn ich habe noch nie in solch kurzer Zeit so viele Meereswesen und unterschiedliche Gletscher gesehen. Auch nicht in der Tierwelt von Galapagos!
Allerdings darfst du wirklich nicht empfindlich sein, was Reiseübelkeit oder Seekrankheit angeht, denn ich würde schätzen, dass mehr als die Hälfte der Passagiere dieses Ausflugstages die Fische gefüttert haben.
Wissenswertes für eine Bootsfahrt in Seward
Meine Bootsfahrt in Seward habe ich mit dem Unternehmen Major Marine Tours gemacht. Auf deren Webseite findest du unterschiedliche Touren unterschiedlicher Länge und Kosten. Bei meiner Tour handelte es sich um die „6 hour Kenai Fjords National Park Cruise“. Die Tickets solltest du mit mindestens einem vollen Tag Vorlauf online buchen. Zwei Slots stehen hierfür zur Verfügung – eine Fahrt um 8 Uhr und eine Fahrt um 11 Uhr. Ich hatte mich für die Fahrt um 11 Uhr entschieden, weil die Bootsfahrt um 8 Uhr eineinhalb Tage zuvor bereits ausgebucht war.
Übersicht über die Fjordtour
Du solltest 30 Minuten vorher im Harbor 360 Hotel dein Ticket abholen. Am Ticketschalter erhältst du dann auch den Namen des Bootes. Dort stellst du dich an. Am besten du bist eine Stunde vor Beginn der Fahrt dort, denn um 11 Uhr kommen die Busse aus Anchorage – da kann es dann auch mal voller werden. Sobald du das Boot betrittst, bekommst du einen Tisch in der Kabine zugewiesen.
Das Vorhaben, die komplette Bootsfahrt auf Deck zu verbringen, kannst du dir abschminken – das wird allein aufgrund der Temperaturen nicht möglich sein. Stelle dich hingegen darauf ein, dass du ständig raus rennen wirst, um Fotos zu machen und dann wieder rein laufen wirst, um dich aufzuwärmen.
Neben einem Mittagessen (Sandwich mit Belag deiner Wahl, Getränk, Chips) gibt es auf der Bootsfahrt in Seward auch Snacks, die du kaufen kannst und kostenlosen Kaffee und Tee.
Die Stadt Seward in Alaska – scenic, scenic, scenic
Die Stadt Seward in Alaska ist eine einzigartige und lebhafte Kleinstadt, die ein perfekter Zwischenstopp ist! Von Outdoor-Abenteuern in Nationalparks mit Wildtieren und Gletschern bis hin zu lokaler Kunst und köstlichem Essen – Seward ist wundervoll.
Berge, Meer, Fische, Gletscher, mehr Berge, Wandern, Kajakfahren, Bootstouren. Überdies der Ausgangspunkt des historischen Iditarod-Trails, eine Hundeschlittenroute von Seward nach Nome, auf der in den Wintermonaten des frühen 20. Jahrhunderts Vorräte und Post transportiert wurden.
Die Stadt Seward in Alaska liegt circa 1,5 Autostunden südlich von Anchorage an der Küste und ist eine der ältesten und wahrscheinlich landschaftlich reizvollsten Orte Alaskas. Steile Berghänge, die im Sommer in zotteliges Grün und Schnee gehüllt sind, stellen eine beeindruckende Kulisse für die Halbinsel dar. Vor allem am frühen Vormittag, wenn die Sonne hell über dem kilometerlangen Küstenpfad erstrahlt.
on the scenic highway
Die Stadt Seward in Alaska gilt als „Tor zum Kenai Fjords National Park“. Daher ist sie auch der Ort, um von dort aus Bootstouren durch die Fjorde zu unternehmen. Aber Vorsicht, genau deswegen hast du hier auch viel Tourismus – sowohl Tagestouristen von Anchorage als auch Kreuzfahrttouristen, da Seward für viele Kreuzfahrtpassagiere der erste oder letzte Anlaufhafen ist.
Der nahe gelegene Exit Glacier – von diesem erzähle ich dir in einem anderen Blogbeitrag mehr – ist einer der meistbesuchten Gletscher des US-Staates und der einzige Teil des Kenai Fjords National Park, der über eine Straße erreichbar ist. Die Gegend um den Gletscher eignet sich hervorragend für eine Wanderung – einmalige und once-in-a-lifetime-Erlebnisse inbegriffen.
Aber nicht nur der Ort selbst ist ein kleiner Schatz, sondern auch der Weg dorthin – dieser heißt nicht grundlos „Scenic Highway“.
zahlreiche Cafes und Restaurants warten auf dich in Seward…
Das wahrscheinlich coolste Cafe in Seward: Resurrection CafeMega Ausblick inbegriffen!
Die Stadt Anchorage in Alaska – und persönlichen Enttäuschungen
Von keiner Stadt war ich in diesem Reisejahr so enttäuscht wie von Anchorage. Wenn ich es mir genau überlege, dann war ich bisher glaube ich noch von keiner Stadt so enttäuscht wie von der Stadt Anchorage in Alaska. Angepriesen als das „Tor zu Alaska“ hatte ich mir irgendwie Glamour, Modernität, Originalität und atemberaubende Landschaften vorgestellt.
Was ich fand war ein mega teurer Ort, dessen Stadtkern ich besser gemieden hätte.
Aber was sollte ich tun?! – Meine Tour durch Alaska begann nun einmal dort.
Ins Licht fliegen erhält in Alaska eine ganz neue Bedeutung, denn im Juni geht in Alaska praktisch die Sonne fast nie unter.
Zwei Tage Aufenthalt in der Stadt Anchorage in Alaska
Mitten in der Nacht – genauer gesagt um 01:30 Uhr – landet mein Flieger. Als ich vor wenigen Stunden während meines Zwischenstopps in Seattle noch auf der Uber-App angezeigt bekommen hatte, dass eine Fahrt vom Flughafen zu meinem Hostel 15 USD kosten würde, ändert sich dies schlagartig mit der Uhrzeit, denn bei einer nächtlichen Ankunft musst du für eine Uber-Fahrt gut und gerne das Doppelte kalkulieren.
Ganz schön happig, denn die Fahrt dauert keine 20 Minuten. Auch das Hostel – ganz schön happig. 50 USD für eine Übernachtung in einem Vierer-Mädels-Schlafsaal mit shared bathroom. Ich sah es allerdings nicht ein, für eine angebrochene Nacht und einen Checkout um 11 Uhr einfach mal so über 100 USD hinzulegen. Denn mit circa 150 USD pro Nacht pro Zimmer musst du in der Stadt Anchorage in Alaska rechnen. Wenigstens kann ich den Mittag über noch im Hostel verbringen, mit guter Stimmung übrigens, so dass es mir sogar möglich ist, meine Blogbeiträge über meinen Roadtrip durch Baja California Sur fertigzustellen.
Es fiel mir ein wenig schwer, von Anchorage schöne Bilder zu machen. So viel gab’s dort nicht zu sehen.
Nachdem ich in meinem Meeting Point, dem Four Points Sheraton Downtown, eingecheckt habe, mache ich mich auf Entdeckungstour – und werde herbe enttäuscht.
Kaffee bekomme ich – außer in der Anchorage Mall – keinen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund ist das Café Kobuk geschlossen. In der Anchorage Mall dann der nächste Schock: Cappuccino und Süßkram für 11 USD. Doch das – und das dämmert mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht – soll mit 4,75 USD noch lange nicht der teuerste Cappuccino auf dieser Reise werden.
Auf der Suche nach einem kleinen Supermarkt, in welchem ich Wasser einkaufen kann, stehe ich vor dem ersten Problem: Supermärkte gibt es in Downtown Anchorage nämlich nicht. Einzig ein kleiner Deli findet sich irgendwo am äußeren Ende der Hauptstraße von Downtown.
11 USD!
Mit meinem Cappuccino-Pappbecher in der Hand – für die 4,75 USD bekomme ich tatsächhlich nicht einmal eine richtige Tasse! – mache ich mich schließlich in Richtung des sogenannten Deli auf. Vor mir schlendert ein älteres Pärchen. So nah, dass ich ihr Gespräch vernehmen kann. „Dear, it seems, it is getting shady down there. Let’s turn around.” Uggh, ja, das sehe ich auch. Shady. Shady für amerikanische Verhältnisse. Nicht für das, was ich sonst so den lieben langen Tag gewöhnt bin. Da vorne ist mein Deli. Da vorne gibt’s Wasser. Scheiß auf shady.
Der sogenannte Deli entpuppt sich schließlich als eine Art kleiner asiatischer Supermarkt. Du weißt schon, die Supermärkte, in welchen du Instantsuppen, Börek, üble Sandwiches, die nach nichts schmecken, Käse in Farben, die du noch nie gesehen hast, Joghurt, der eher als Milchgetränk durchgeht und zermatschte Bananen kaufen kannst.
Blick aus dem Hotelzimmer – da steckt das Potenzial 😉
Augen zu und durch, denke ich. Ich öffne den Kühlschrank mit den Wasserflaschen. Ich versuche es zumindest. Denn der Unterdruck der Kühlschranktür ist stärker als erwartet. Und weil ich mehr Widerstand erhalte als angenommen, fällt mir – schwupps – mein Cappuccino-Becher aus der Hand und das einzige Getränk, das mir bisher halbwegs den Tag versüßt hatte, läuft über den Boden…
Anchorage und ich – wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr! Alaska – da ist noch ganz viel Potenzial nach oben!
Sechs Tage Zeit nahm ich mir für meinen Besuch von New York an Weihnachten. Reiseführer über einen Besuch von New York gibt es massig. Auch sämtliche Attraktionen für ein Sightseeing in New York lassen sich relativ schnell und völlig problemlos ergooglen. Bei der Fülle an (Blog-)Beiträgen im Internet erscheint es mir daher wenig sinnvoll, mich mit einem weiteren Beitrag dort einzureihen.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, meinen Besuch von New York an Weihnachten anders zu gestalten. In diesem Beitrag werde ich dir daher sämtliche Informationen über meine Planung geben, darüber wie sich ein Besuch von New York strukturiert planen lässt, wie du das meiste aus deinem Besuch von New York herausholen kannst. Außerdem erhältst du Informationen darüber, was New York kostet, wie du am besten vom Flughafen in die Stadt gelangst, wie du dich vor Ort relativ kostengünstig bewegen kannst und wo du dich am besten aufwärmen kannst.
Besuch von New York – Planung
Weil New York in unterschiedliche Stadtbezirke eingeteilt ist, lässt sich ein Besuch von New York ganz gut und vor allem sehr strukturiert planen.
Besuch von New York – Tag 1: Manhattan Süd
Tagesplanung
Mit meiner Unterkunft in East Village lag ich recht gut, da ich nicht nur super schnell im Stadtzentrum von New York war, sondern auch recht fix in den unteren Bereich von Manhattan gelangen konnte. Aus diesem Grund fuhr ich noch am Nachmittag nach meiner Ankunft mit der Metro zur Staten Island Ferry, um mit dieser (kostenlos) auf Staten Island überzusetzen. Von dort hast du einen tollen Blick auf die Freiheitsstatue.
Die Staten Island Ferry fährt im 30 Minuten-Takt. Hast du also kein Interesse daran, Staten Island selbst zu besuchen, kannst du von der Fähre direkt auf die Fähre umsteigen, die zurück nach Manhattan fährt.
Im Anschluss daran bietet es sich an, einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, denn auf dem Weg zum Ground Zero kommst du nicht nur am Battery Park vorbei, sondern auch an der Wall Street und am New York Stock Exchange. Von der Wall Street übrigens hast du zwar einen super Blick auf die Brooklyn Bridge, jedoch empfehle ich dir, für Bilder der Brooklyn Bridge nach Brooklyn zu fahren, da du dann auch die New York Skyline sehen kannst.
Abendplanung
Schlafen (ich hatte einen Flug um 3 Uhr morgens)
Kosten im Süden Manhattans
Eintritt Ground Zero Memorial & Museum: 26 USD
Aufwärm-Möglichkeiten im Süden Manhattans
Neben der Staten Island Ferry kannst du dich bei einem Rundgang durch das Museum am Ground Zero aufwärmen.
Besuch von New York – Tag 2: Manhattan
Tagesplanung
An meinem zweiten Tag in New York besuchte ich schließlich das Zentrum von Manhattan: Vom Empire State Building arbeitete ich mich immer weiter nördlich durch: Macy’s, Bryant Park, New York Public Library, Grand Central Station und Grand Central Market, Rockefeller Center, Times Square, Carnegie Hall und Central Park.
Abendplanung
Greenwich, Manhattan
Wissenswertes zu Manhattan
Bist du weniger Tage als ich in New York, bietet es sich an, den Tag mit dem Besuch des Rockefeller Centers zu beschließen.
Kosten in Manhattan
kostenlos
Aufwärm-Möglichkeiten im Zentrum von Manhattan
Übrigens, solltest du wie ich an Weihnachten in New York sein, Pausen, um dich aufzuwärmen oder eine kostenlose Toilette zu benutzen, kannst du an folgenden Orten sehr gut mit einplanen: Macy’s, Grand Central Market, Rockefeller Center.
Besuch von New York – Tag 3: Brooklyn
Tagesplanung
An meinem dritten Tag verbrachte ich einen Tag in Brooklyn, um Coney Island, das New York Aquarium, die Christmas Light der Dyker Heights, die Brooklyn Bridge und Dumbo zu besuchen. Außerdem ging ich in der Fulton Hall ausgiebig shoppen.
Abendplanung
Dumbo, Brooklyn
Wissenswertes zu Brooklyn
Coney Island
Coney Island ist von April bis Oktober geöffnet. Bei einem Besuch von New York an Weihnachten ist daher alles geschlossen; dennoch kannst du dort einen netten Spaziergang an der Hafenpromenade unternehmen.
New York Aquarium
Hast du Fische, Haie und Seehunde bereits in ihrer natürlichen Lebenswelt gesehen, dann wirst du dich für das New York Aquarium (Eintritt 24 USD) kaum begeistern können. Ist dem nicht der Fall, kannst du dort theoretisch stundenlang in zwei Gebäuden die Unterwasserwelt und vier Gehegen die Tierwelt beobachten.
Christmas Lights von Dyker Heights
Bei den Dyker Heights Christmas Lights handelt es sich um einen Wohnbezirk, bei dem zahlreiche Häuser mit Weihnachtsdekoration geschmückt sind. Der Besuch lohnt sich natürlich erst ab Einbruch der Dunkelheit, ist aber super sicher, da neben zig Menschen auch die Polizei vor Ort ist und den Verkehr regelt.
Der Besuch lohnt sich in jedem Fall, denn du wirst aus dem Staunen nicht mehr raus kommen, frei nach dem Motto #stromrechnungnotforme #whereisthedamnhouse #makechristmasgreatagain #erleuchtetzumnordpol
Um von Coney Island zu den Dyker Heights zu gelangen, nimmst du den Bus 64 ab Coney Island Stillwell Ave Station. Die Bushaltestelle befindet sich gegenüber der Metro-Station in der Stillwell Avenue Ecke Mermaid Avenue (Richtung: Bay Ridge).
Fulton Hall
Wenngleich die Fulton Hall auf Google Maps als eine Shopping Mall eingezeichnet ist, so handelt es sich hierbei um eine Einkaufsstraße, in welcher du sämtliche Shops finden kannst, um ausgiebig und günstiger als auf Manhattan einkaufen zu gehen. Vor Weihnachten gibt es dort auch Rabatte zwischen 50 und 70%.
Dumbo
Bei Dumbo handelt es sich um einen Bezirk von Brooklyn an der Uferpromenade. Neben kleinen Cafés, gut sortierten Delis, Jane’s Carousel, einem perfekten Blick auf Brooklyn und Manhattan Bridge findest du dort auch West Elm, eine sehr gemütliche Mall mit den unterschiedlichsten Gerichten.
Kosten in Brooklyn
New York Aquarium: 24 USD
Aufwärm-Möglichkeiten in Brooklyn
Auf Coney Island war es noch einmal 3 Grad kälter als in Manhattan und an der Strandpromenade ging ein ziemlich eisiger Wind. Aufwärm-Möglichkeiten findest du daher im New York Aquarium oder IHOP (refill coffee bis zum Umfallen für 2,80 USD!) oder später in Dumbo. In jedem Fall empfehle ich dir jedoch, dich vor deinem Besuch der Dyker Heights noch einmal ordentlich aufzuwärmen!
Besuch von New York – Tag 4: East Village, Chinatown, Little Italy
Tagesplanung
Am Vormittag meines vierten Reisetages ließ ich es sehr gechillt angehen, denn abgesehen von einer abendlichen Walking Tour durch East Village, Chinatown und Little Italy hatte ich keine Pläne. Aus diesem Grund besuchte ich vormittags das Blink Fitness. Dort nämlich kannst du für 1 USD ein Probetraining absolvieren. Alles, was es dazu benötigt ist, auf deren Homepage zu gehen, das Formular für das Free Trial auszufüllen, die Mail zu speichern und sie am Empfang vorzuzeigen. Wenn du mehrere E-Mail-Adressen hast, kannst du das auch mehrfach machen. Problemlos – ich hab’s ausprobiert. 😉
Abendplanung
Walking und Food Touren gibt es in New York wahrlich ohne Ende. Die Tour des pensionierten Polizisten Dennis kann ich dir jedoch wahrlich ans Herz legen. Nicht nur solltest du dort hungrig aufschlagen – es gibt Spaghetti mit Fleischbällchen, Riesen-Pizza und Süßigkeiten ohne Ende – , du bekommst auch Informationen über die Mafia-Vergangenheit New Yorks aus erster Hand. Willst du wissen, was beim Film „The Irishman“ erfunden ist?! – Frag‘ Dennis!
Kosten East Village, Chinatown und Little Italy
Walking Tour: 73 Euro (teuer, aber jeden Cent wert)
Aufwärm-Möglichkeiten East Village, Chinatown und Little Italy
Perfekt eignet sich John’s in East Village; dort ist es nicht nur gemütlich warm, es handelt sich hierbei auch um den ersten zentralen Treffpunkt der Mafia. Aber auch East Village Pizza ist perfekt für einen wärmenden Zwischenstopp.
Besuch von New York – Tag 5: Roosevelt Island & Rockefeller Center
Tagesplanung
An meinem letzten richtigen Tag machte ich mich am späten Vormittag auf zur Roosevelt Island. Dort nämlich, am nördlichen Ende der Insel, ist ein super süßer Park, der während meines Besuchs komplett menschenleer war. Mit der Seilbahn, die ab dem Tram Plaza abfährt, hast du übrigens einen super Blick auf die kleine Insel und die Skyline von New York.
Im Anschluss an die Roosevelt Island machte ich mich auf in ein komplett überfülltes Stadtzentrum von Manhattan und den Besuch der Decks des Rockefeller Centers.
Wegen des Menschenansturms an Weihnachten waren an diesem Nachmittag die Querstraßen zwischen 5 Ave und 6 Ave für Autos gesperrt.
Abendplanung
East Village, Manhattan
Kosten Manhattan
Rockefeller Center: 38 USD zzgl. circa 4 USD Steuer, +10 USD ab 15 Uhr (für den Sonnenuntergang)
Aufwärm-Möglichkeiten auf Roosevelt Island
Starbucks (Roosevelt Island)
Sinnvolle Lage einer Unterkunft bei deinem Besuch von New York
Dass ein Besuch von New York sehr teuer sein kann, ist sicherlich kein Geheimnis. Vor allem auf Manhattan können Unterkünfte unfassbar teuer sein und im ganzen Dickicht der Angebote kannst du schnell einmal den Überblick verlieren, wo es sich am besten während deines Aufenthaltes wohnen lässt.
Zwei Orte erschienen mir für einen Besuch von New York daher sinnvoll: Einerseits Brooklyn (rund um Dumbo oder die Fulton Hall), denn von dort aus bist du mit der Subway relativ schnell im Süden und Norden Manhattans. Rund um Dumbo und die Fulton Hall hast du aber auch zahlreiche Möglichkeiten für eine Abendgestaltung und zahlreiche Supermärkte und Delis in deiner näheren Umgebung.
Andererseits empfand ich die Lage meiner Unterkunft in East Village als absolut perfekt. In East Village gibt es nicht nur wahnsinnig viele Kneipen, sondern auch viele Supermärkte und Delis. Mit den Subway-Haltestellen 2 Ave und 1 Ave bist du auch binnen kürzester Zeit in Manhattan oder Brooklyn.
Transport vom Flughafen in das Zentrum von New York
Es gibt mehrere Möglichkeiten, von den Flughäfen von New York in das Stadtzentrum zu gelangen, jedoch variieren die Preise hierfür sehr stark. Während du für ein Taxi mehr als 100 USD und für ein Uber circa 70-80 USD einkalkulieren solltest – Vorsicht, die Autobahn-Maut ist hierbei nicht inbegriffen, sondern kommt on top –, die Fahrt mit der Subway – je nachdem, an welchem Flughafen du ankommst – zu einem Geduldsspiel werden kann, empfand ich einen Transfer mit einem Shuttle als die beste Option.
Der Shuttle-Anbieter GoAirLink war nicht nur vorab im Internet buch- und bezahlbar (33 USD one way), sondern auch sehr zuverlässig.
Bei Ankunft am Flughafen musst du jedoch zunächst den Schalter von GoAirLink ansteuern, dort deine Reservierung vorlegen und auf das Shuttle warten. Deine reservierte Uhrzeit wird bei Ankunft in New York daher nicht eingehalten werden.
Einen Tag vor deiner Rückreise an den Flughafen musst du schließlich erneut GoAirLink kontaktieren, um deine Rückfahrt zu bestätigen. Der Anruf ist kostenlos und ließ sich problemlos über meine Skype-Handy-App machen. Pünktlich auf die Minute erschien das Shuttle vor meinem Airbnb.
Fahren mit der Metro in New York
Die beste Möglichkeit, sich relativ einfach und kostengünstig in New York zu bewegen ist mit der Subway. Während ein one way-Ticket mit zwei Stunden Gültigkeit 2,75 USD kostet, lohnt sich bei einem längeren Aufenthalt in New York durchaus die Anschaffung einer Wochenkarte (35 USD). Mit dieser kannst du tatsächlich überall hin fahren, auch die Busse und die Seilbahn nach Roosevelt Island benutzen.
Die Benutzung der Subway ist selbsterklärend und einfach verständlich. Am besten downloadest du dir vorab die Karte der Subway auf dein Handy. Auf diese Weise musst du nicht immer in dem riesigen Papier-Plan schauen.
Übrigens hast du in allen Subway-Stationen kostenloses Wlan.
Ausgehen in New York
In New York kannst du sehr gut, bis ultimo und vor allem auch sicher ausgehen. Meiner Ansicht nach ist dies nicht nur sehr gut in Brooklyn (Dumbo) möglich, sondern auch in Greenwich und vor allem in East Village.
Essen in New York
In New York essen zu gehen kann schnell die Reisekasse sprengen, denn je nachdem, welches Restaurant du besuchst, beginnen die Preise für ein Gericht bei 15 USD aufwärts. Zudem kommt zu den ausgewiesenen Preisen auch die Steuer noch hinzu, denn alle Preise auf der Karte sind Netto-Preise.
Möchtest du vergleichsweise kostengünstig essen, empfehle ich dir einerseits die kleineren Läden, wie Pizza-Corner oder Buden, die an der Straße stehen und Bagels verkaufen. Aber auch die Delis sind eine gute Wahl, um etwas Leckeres zu essen zu bekommen. Einige Delis haben sogar Theken, in welchen du dein (warmes) Essen selbst zusammenstellen kannst und nach Gewicht abgerechnet wird. Kommst du nach 16 Uhr, sind die Preise der Gerichte häufig um 50% reduziert.
Während meines Aufenthaltes in New York deckte ich mich mit Frühstücks-Utensilien ein. Auf diese Weise musste ich nicht direkt morgens auf Futtersuche gehen, sondern konnte ganz entspannt in den Tag starten.
Während ich dann den Tag über unterwegs war, steuerte ich unterschiedliche kleine Läden an, in welchen ich dann Suppe, Salat oder einen Bagel zu mir nahm. Am Abend konnte ich meist den Pizza-Stücken in den kleinen Läden nicht mehr widerstehen. Unbedingt solltest du ein Pizza-Stück von East Village Pizza kosten.
Mehr Informationen und Bilder über meinen Besuch von New York an Weihnachten
Was kostet New York? – Supermarkt, Restaurant und Cafés
Durchschnittspreise: Was kostet New York?
Mehrere Tage war ich in New York unterwegs. In meinem heutigen Beitrag möchte ich dir Informationen darüber geben, mit welchen Kosten du in New York rechnen musst.
Da die Auswahl an Supermärkten in New York riesig ist und die Preise von Supermarkt zu Supermarkt variieren können und vor allem auch davon abhängig sind, wo du dich gerade befindest, habe ich mich dazu entschieden, die Preise von einem Supermarkt in East Village („Target“) zu nehmen.
Unterkünfte in New York habe ich übrigens bewusst aus diesem Beitrag ausgeschlossen, da du selbst allzu gut weißt, dass die Preiskategorien in Ländern nicht unterschiedlicher könnten. Dies gilt auch in New York– von einem Dorm inklusive Frühstück für 40 USD bis hin zu einer Übernachtung im Hotel für ab 100 USD pro Nacht ist in New York in Bezug auf Unterkünfte alles dabei.
Preisangaben/Bezahlen in New York
In New York bezahlst du überall mit USD. Das kann mit Bargeld erfolgen oder auch mit Kreditkarte, denn jeder noch so kleine Laden gewährt dir die Bezahlung mit derselben.
Beachte aber, dass es sich bei den ausgewiesenen Preisen um Netto-Angaben handelt – überall kommt da noch die Steuer hinzu.
Was kostet New York – ein Einkauf im Supermarkt
Obst und Gemüse
(pro Pfund, falls nicht anders angegeben)
Salatgurke: 1,07
Avocado (Stück): 1,29
Avocado (Pfund): 2,29
Brokkoli: 1,89
Karotte: 0,99
Salat (Packung): 2,99
Trauben: 2,66
Bananen (Stück): 0,25
Äpfel: >1,13
Ananas: 2,99
Mango: 2,99
Getränke
Wasser (Dasani, 24 kleine Flaschen): 6,99
Wasser (nice, 1l): 1,79
Wasser (nice, 3,7l): 1,89
Red Bull (4 Dosen): 7,99
Pepsi light (12 kleine Dosen): 4,99
Pepsi (12 kleine Dosen): 5,69
Sunkist Orange (12 kleine Dosen): 4,99
Schweppes Ginger Ale (12 kleine Dosen): 4,99
Orangensaft (1,53l): 4,29
Orangensaft (simply orange, 1,53l): 5,29
Coca Cola (0,6l): 2,29
Coke Zero (0,6l): 2,29
Milchprodukte/tierische Produkte
Joghurt (1kg): >4,79
Joghurt (Silk, 1kg): 6,29
Joghurt (So Delicious, 1kg): 7,19
griechischer Joghurt (4 kleine Becher): 3,99
Fruchtjoghurt (Two Good, 4 kleine Becher): 5,99
Cottage Cheese (600g): 4,29
Scheiblettenkäse (1 Päckchen): 2,49
frische Milch (1,89l): 2,69
Milch (Fairlife, fettreduziert, 350ml): 1,99
Milch (Fairlife, laktosefrei, 1,5l): 3,39
Milch (Fairlife, fettreduziert, 1,5l): 3,79
Milch (Horizon, organic, 1,89l): 4,49
Schoko-Milch (Trumod, 350ml): 1,39
Eier (organic, 12 Stück): >4,59
Eier (normal, 12 Stück): 3,49
Butter (425ml): 4,49
Mini Babybel (Netz): 4,59
Frühstück
Nutella: 6,99
Erdnussbutter: 2,59
Mandelbutter: 8,29
Quaker Müsli (Becher): 1,89
Oats: > 2,29
Snacks
Chips (Pringles): 1,79
Chips, Tostitos (Tüte): 3,99
Mini Brezel: 5,49
Cheeseballs: 5,49
Luxusgüter/Alkohol
Zigaretten (Marlboro): >12-15 USD
Bier (Corona, 6 Flaschen, auch light): 9,99
Bier (Heineken, 6 Flaschen): 14,99
Bier (Corona, 12 Flaschen): 14,99
Bier (Modelo, 12 Flaschen): 14,99
Bier (New Belgium, 6 Flaschen): 8,99
Bier (Pablo, Blue Ribbon, 12 Flaschen): 8,99
Bier (Bud Light, 12 Flaschen): 10,99
Kaffee (Pfund): >9,44
Sonstige Nahrungsmittel (libra)
Quinoa: 5,21
brauner Reis: 4,35
weißer Reis: 4,35
Besuch von Restaurants und Cafés in New York
Für die angegeben Preise habe ich Starbucks, IHOP, einen Vietnamesen, East Village Pizza, eine Bäckerei in Manhattan, einen Snackshop in Manhattan und den Weihnachtsmarkt im Bryant Park besucht.
Warme Getränke
Kaffee schwarz (IHOP, refill): 2,79
Kaffee mit Milch (IHOP, refill): 2,79
Americano: >2,50
Espresso: >2,50
Cappucchino (Starbucks, grande): >4,75
Heiße Schokolade: >4
Frühstück (Bäckerei)
Almond Croissant: 3,99
Schneckennudel: 3,29
Buttercroissant: 2,29
Mittag-/Abendessen
Pizza (großes Stück): >3
Pizza (komplette Pizza): >20
Salat (Schüssel): 8,99
Suppe (Schüssel): 5,99
Bagel: 3,99
Fast Food Vietnamese:
Summer Roll: 5
Papaya Salat: 7
Sandwiches: >7,50
Reisgericht: 9-12
Nudelgericht: 9-12
Pho Suppe: >11
Weihnachtsmarkt (Bryant Park)
Apple Cider (1 Becher, 0,2l): 5 USD
Heiße Schokolade (1 Becher, 0,2l): 4 USD
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