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Wenn die Welt ruft...

Heidelberg, my love! – Du warst nicht in Heidelberg, wenn du nicht…

Was fällt dir zu Heidelberg ein? Das Heidelberger Schloss! – Gut. Die Altstadt! – Okay. Die Alte Brücke! – Schön, weiter. Diese große Kirche mitten in der Fußgängerzone! – Ja, super, die Heiliggeistkirche. Die Universität. – Wunderbar.

 

Raise your hand! Wer war schon einmal auf dem Heiligenberg? Wer kennt einen zentralen und gleichzeitig lauschig ruhigen Ort mitten im Zentrum, der aber dennoch fernab des täglichen Touristen-Trubels liegt? Wer weiß, wo man den leckersten Kaffee bekommt?

Heidelberg hat viel mehr zu bieten als das Heidelberger Schloss, die Alte Brücke oder das, was eben der Durchschnitts-Japaner oder der Durchschnitts-Amerikaner, denn diese beiden Nationalitäten machen den größten Teil der Touristen in Heidelberg aus, zu sehen bekommt.

Heute werde ich dir von ein paar anderen Orten berichten, die man in Heidelberg noch besuchen kann und die meiner Ansicht nach erst den Charme der Stadt ausmachen.

Du warst nicht in Heidelberg, wenn du nicht…

…die Stufen der Thingstätte erklommen hast.
Der Heiligenberg zählt abgesehen vom Königstuhl zu den beiden Hausbergen der Stadt. Es gibt dort nicht nur die Überreste eines keltischen Ringwalls aus dem vierten Jahrhundert vor Christus, sondern auch das Heidenloch, eine über 50 Meter tiefe Zisterne aus der Römerzeit, sondern auch das Michaelskloster, das Stephanskloster und die Thingstätte. Bei Letzterer handelt es sich um eine Freilichtbühne, die nach dem Vorbild des antiken griechischen Theaters errichtet wurde. Durchaus umstritten dieser Ort, vor allem aufgrund seiner Nutzung während des Dritten Reiches. Dennoch besitzt der Ort etwas Magisches und man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, die Stufen zu erklimmen (das kommt richtig gut nach einem morgendlichen Sieben-Kilometer-Lauf – ugh!), den Blick auf die Stadt genießen und sich schließlich den Weg weiter zu den Überresten des Michaelsklosters bahnen.

 

…durch den Bergfriedhof gewandelt bist.
Zugegebenermaßen, ein Friedhof ist nun sicherlich nicht die erste touristische Anlaufstelle einer Stadtbesichtigung, aber der Bergfriedhof in Heidelberg ist anders: Durch seine besondere Hanglage, seine Botanik und Geschichte wird der Bergfriedhof zu einem geradezu idyllischen Ort der Ruhe. Wundervolle Grabanlagen von unter anderem sehr bekannten Persönlichkeiten, wie beispielsweise Hilde Domin oder Friedrich Ebert, die nicht unterschiedlicher sein könnten, laden auf 20 Kilometer langen, schmalen Rundwegen zum Spazierengehen ein.

…im Heidelberger Zuckerladen um deine Rechnung gezockt hast.
Der Zuckerladen abseits der Touristen-Einkaufsstraße ist mittlerweile nicht nur eine absolute Institution in Heidelberg und total retro, sondern auch mit wahrem Herzblut geführt. Diesen Laden nicht mit einem Lächeln zu verlassen, ist absolut unmöglich. Nicht nur gibt es eine riesige Auswahl der unterschiedlichsten, kreativsten Süßigkeiten, sondern auch immer etwas völlig Neues zu entdecken. Etwas Zeit beim Besuch sollte man mitbringen, denn Jürgen zockt mit dir vor dem Bezahlen der Rechnung – entweder um weitere Süßigkeiten, die Rechnung oder einfach um die Ehre und weil es Spaß macht. Andere Kunden, die hinter dir in der Schlange stehen, werden dabei ganz schnell zu deinem persönlichen Joker, Bürgen oder Glücksbringer.

…einen Hauch von Indien im Raja Rani erlebt hast.
Meine Mama sagt immer: Schokolade gibt es erst nach dem Essen und weil ich es nicht mehr abwarten kann, endlich die eingekaufte Schokolade aus dem Zuckerladen zu kosten, führt mich mein Weg direkt zum Raja Rani, einem indischen Fast Food Restaurant. Das Raja Rani gibt es zwei Mal in der Stadt – einmal in der Plöck (direkt gegenüber des Zuckerladens) und einmal in einer kleinen Seitenstraße der Fußgängerzone, in der Mittelbadgasse. Was dieses indische Restaurant so besonders macht, ist die Herzlichkeit, mit der man empfangen wird, die Atmosphäre im Restaurant – für einen Moment hat man tatsächlich das Gefühl, mitten in Indien zu sitzen – und die Auswahl der Speisen, die, entscheidet man sich gegen das gängige Tagesmenü, übrigens auch frisch und gar nicht fast-food-like zubereitet werden.

…im Garten des Anglistischen Seminars in der Sonne gechillt hast.
Mit meinem Mango Lassi in der Hand und der Schokolade in der Tasche zieht es mich zum Garten des Anglistischen Seminars. Dieser befindet sich im Hinterhof des Seminars und offenbart einen bezaubernden Blick auf die Jesuitenkirche. An schönen Frühlings- oder Sommertagen ist der Garten ab der Mittagszeit sonnendurchströmt. In dieser ruhigen Grünanlage einige Zeit zu sitzen, die Sonnenstrahlen zu genießen, dem Gezwitscher der Vögel zu lauschen – ein absolutes Must Do, bevor es wieder in die quirlige Fußgängerzone zurückgeht.

Jesuitenkirche HD ©worldcalling4me

Garten Anglistisches Seminar

…mindestens einen Likör in der Fußgängerzone getrunken hast.
Den Obst Brände Likör-Laden auf der Fußgängerzone besucht man frei nach dem Motto: Nüchtern rein, völlig angeschickert raus. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass es noch kein einziges Mal vorgekommen ist, dass ich keine weichen Knie hatte, als ich den Laden verließ. Vom ständig wechselnden Sortiment – im Herbst gibt es unterschiedliche Pflaumenschnäpse und -liköre, im Winter die unterschiedlichsten Glühweinsorten, im Frühling wird es dann etwas fruchtig-sahniger – darf man so lange probieren, bis man schließlich zu einer Kaufentscheidung gefunden hat. Hier ist aber auch niemand böse, wenn man erst eine Kaffeepause einlegt und dann zurückkehrt. 😉

…dem Casa del Caffe einen Besuch abgestattet hast.
Ob Heißgetränk oder auf Eis – der Kaffee im Casa del Caffe ist eine Freude für deinen Gaumen und belebt deine Geister. Egal ob in Kombination mit einem selbst gebackenen Cantuccini, ein oder zwei Tartufos, hausgemachten Kuchen oder just plain coffee – der Kaffee schmeckt immer besonders. Auch die Kaffeebar selbst bietet nicht nur den ganzen Tag italienisches Flair, sondern auch Abwechslung im Tagesprogramm: den Tag über chillig und entspannt mit Kaffee und Co., am Abend Live Musik und Wein.

Na, Lust auf Heidelberg bekommen?! 😉

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