Das Umland von Antigua – die villages of Antigua

Eine Tour durch die villages of Antigua

Nicht nur Antigua selbst ist ein einziger Traum, sondern auch die süßen kleinen villages of Antigua. Mit einem Fahrer ist es möglich, diese auf einer Tour (Dauer 2 bis 3 Stunden, Preis: 30 USD) zu besuchen.

Persönlich würde ich auf dieser Tour tatsächlich (und ausnahmsweise 😉 ) zu einem Fahrer raten, denn dieser wird nicht nur gleichzeitig dein Guide sein, sondern weiß auch, wo sich was befindet und kann dir notfalls als Übersetzer zur Seite stehen. Gebucht habe ich diesen über meine Spanischschule vom einen auf den anderen Tag. Es gibt aber zahlreiche andere Touranbieter in Antigua, die ebenfalls Touren dieser Art anbieten.

villages of Antigua

Wie immer heißt es jedoch: Unbedingt Preise verhandeln, denn bei der ersten Anfrage, die ich bei einem Touranbieter machte, erhielt ich einen Preis von 500 Quetzales (circa 55 Euro).

villages of Antigua

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San Juan del Obispo

In San Juan del Obispo findest du eine der ersten katholischen Kirchen in Guatemala. Interessant ist sicher hierbei aber nicht nur die Kirche, sondern wohl eher der Besuch einer kleinen Schokoladenfabrik, in welcher Schokolade von Hand hergestellt wird.

villages of Antigua

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Interessant und irgendwie auch witzig ist mein Besuch der sich dort befindlichen winery. In der Vergangenheit hatte man den Guatemalteken die Weinproduktion beigebracht. Aufgrund der Hanglage der Dörfer bot sich dies sehr gut an, denn der Boden bot die optimalen Voraussetzungen für einen Traubenanbau.

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Nachdem die Produktion einigermaßen beherrscht wurde, wurde schließlich mit anderen Früchten experimentiert. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es hier die unterschiedlichsten Weinsorten aus den verschiedensten Früchten gibt. Von Marillenwein, über Apfelwein und … kannst du dich hier durch das ganze Sortiment testen.

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Schnell wirst du jedoch feststellen, dass die Flüssigkeiten eher nicht nach dem Wein schmecken, den du aus Deutschland vielleicht kennst, sondern eher nach einem süßen Likörchen. Besonders stolz sind die Verkäufer übrigens auf ihren Nispero-Wein, einer Art gelber Pflaume.

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San Pedro Las Huertas

Die Kirche von San Pedro Las Huertas wurde 1672 gegründet und dem Apostel Petrus geweiht. Wenngleich nicht viel über die Kirchen oder denjenigen bekannt ist, der sie entworfen hat, dann ist eines jedoch offensichtlich: Die Schönheit der Fassade.

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Vor der Kirche, auf dem großen Platz, befindet sich eine Art riesiger Brunnen mit fließend kaltem Wasser. Da die Einheimischen der Dörfer aus den Bergen häufig weder Strom noch fließendes Wasser haben, kommen sie nach San Pedro, um dort ihre Wäsche zu waschen.

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Stundenlang stehen die Frauen dort am Brunnen und waschen von Hand ihre Kleidung. Als ich in das Wasser fasse, gefriert mir fast das Blut. Es ist eiskalt. Ich frage eine Frau, ob ich ihre Schüssel mit gewaschener Kleidung anheben darf. Lächelnd nickt sie mir zu. Mein Fahrer grinst schon. Irgendwie ahnen wir beide, was gleich passieren wird, nämlich: Nichts. Ich kann die Schüssel einige Zentimeter hochheben. Sie ist zu schwer. Krass wenn man bedenkt, dass die Frauen ihre Wäsche auf dem Kopf stundenlang wieder in die Berge zurücktragen müssen.

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In der Jade-Fabrik des Dorfes kannst du übrigens den Arbeitern zusehen, wie sie den Jadeschmuck und die typischen Mayamasken herstellen. Im Shop besteht kein Kaufzwang. Man lässt dich auch in Ruhe, so dass du völlig problemlos sowohl den Arbeitern bei ihrer Arbeit zuschauen als auch die Endprodukte im Shop bestaunen kannst.

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Ciudad Vieja

Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um den größten Ort auf der Tour, denn Ciudad Vieja war früher die Hauptstadt. Gegründet wurde sie 1527. Einige Jahre nach der Gründung jedoch brach der Agua aus und begrub die Stadt unter Steinen und Matsch, so dass lediglich eine vergleichsweise kleine Wand der La Concepción übrig blieb.

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San Antonio Aguas Calientes

Das kleine Dorf ist die letzte Station an diesem Tag. Bekannt geworden ist es aufgrund der Textilproduktion dort. Der Mercado de Artesanias steht direkt neben der town hall am Plaza der Stadt. Frauen verkaufen dort in ihren Ständen selbst gemachte Kleidung, Schals und Teppiche. Auch was kleine Mitbringsel aus Guatemala angeht, wirst du hier sicherlich fündig. Preise unbedingt verhandeln, denn die Preisvorstellungen beginnen zunächst beim doppelten Preis. Schaut man die Frauen fragend an, müssen sie bei ihren Preisvorstellungen aber schon selbst lachen.

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Lohnt sich die Tour?

Ja, definitiv! Sie dauert nicht allzu lange und ist aufgrund der verschiedenen Orte und der unterschiedlichen Thematiken (Weinanbau, Schokoladenfabrik, Textil- und Jadehandwerk, etc.), die sie bedienen, auch sehr kurzweilig und geben einen schönen Einblick in das Land, das so gar nichts mehr mit seiner Hauptstadt Guatemala City zu tun haben scheint. In diesen Dörfern steht die Welt irgendwie nahezu still. Nur wenige Busse fahren hier durch und die ganze Stadt-Hektik ist nicht mehr existent.

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