Rockin‘ around the Cairngorms trees – Grampian Mountains & Cairngorms Nationalpark

Als gestern Nachmittag der Besitzer des cottages zu mir sagte, dass für heute ein Hochdruckgebiet angesagt war und es bis zu 15 Grad geben sollte, glaubte ich ihm nicht. Er konnte es auch nicht glauben, gab aber zu verstehen, sollte dem so sein, solle ich die Wärme genießen, denn ab übermorgen würden die Temperaturen wieder in den Keller gehen. Aber: er behielt recht. Als ich heute Vormittag gegen 11 Uhr (dezent verspätet, aber ich bin ja im Urlaub) in das Auto stieg, traute ich meinen Augen kaum: 12 verdammte Grad! Hell, yeah!

beste Voraussetzungen heute – jaaa, kein Scheiß!

Meine heutige Route sollte im Uhrzeigersinn durch den Cairngorms Nationalpark gehen – im Kreis fahren ist ja schließlich toll. 🙂

…und einmal im Uhrzeigersinn durch den Cairngorms Nationalpark

Station 1 war Blair Atholl. Kein sonderlich besonderer Ort – er liegt eben im Zentrum der Grampian Mountains und lag mehr oder weniger auf dem Weg. Danach ging es weiter nach Aviemore. Eigentlich bekannt für Winter- und Skisport gab es dort außer dem River Spey nicht viel zu sehen – und von Schnee konnte, zumindest zu diesem Zeitpunkt, noch nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Landschaftlich schön, dennoch. Einen ersten längeren Stopp machte ich schließlich in Boat of Garden. Nicht nur wegen des Namens, sondern auch wegen der Gallery dort. Im „The Boat Hotel“ gab es leckeren Kaffee und einen Blick auf die Gleise der Dampfeisenbahn. Leider fuhr während meiner Kaffeepause keine vorbei. Ich war mir aber sicher, dass sie wie „Emma“ ausgesehen hätte. 🙂

Das Balmoral Castle, die Sommerresidenz der Königin von England , lag auf meinem Weg nach Braemar, einem völlig verschlafenen Ort am River Dee. Wie der Name Sommerresidenz schon vermuten lässt: im Winter geschlossen, so dass ich es lediglich aus der Ferne bestaunte. Natürlich gibt es auch in Braemar ein Schloss, das Braemar Castle. Dieses war früher Jadgschloss des schottischen Königs, wurde dann eingenommen, niedergebrannt, war bis zum 18. Jahrhundert eine völlige Ruine, wurde dann wieder aufgebaut und gehört nun auch, oh Wunder, zur Krone.

Der Wind pfeift dort oben ganz ordentlich. High Time für Pinkelpause, Kaffee und Haare richten… Richtig oben war ich aber noch nicht. Noch ein paar Kilometer Anhöhe waren notwendig, um dann wieder aus dem Nationalpark herauszufahren. Es geschah, was die Tage ja noch unbedingt geschehen musste: Schnee! Gefolgt von einem nassen Hintern, weil es mich bei der Freude über den Schnee und dem daraus resultierenden dämlichen Selfie machen natürlich direkt hinsetzte (verspätete Selfie-Stangen-Rache, Lz!).

Da die Tour heute nicht so lange gehen sollte (und meine Hose ja nass war 😀 😀 😀 ), legte ich auf dem Rückweg noch einen Mini-Stopp in Spittal of Glenshee ein. Hier fließt das Wasser des „Shee“ in das „Glen“ (= Tal) – seeehr kreativer Dorfname. Allein deswegen schon ein Grund, mal eine kurze Pause einzulegen, um sich die Beine zu vertreten, ein paar Pferde auf der Wiese zu beobachten und beim Vorbeigehen noch schnell ein Bild von einem burgähnlichen cottage zu machen. Sachen gibt’s hier! 😀

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