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Wenn die Welt ruft...

Summer is coming: Indien – auf den Spuren der Götter

Vor einigen Tagen schicke ich meiner Mama einen Screenshot von einem Flugpreis: Juli bis August, 4 Wochen, Frankfurt – Delhi, non-stop, Lufthansa, knapp 500 Euro. Binnen Sekunden bekomme ich eine Antwort: „Du spinnst!“ Binnen Sekunden ist die Entscheidung getroffen: Okay, dann nicht. Was Mama sagt, ist und bleibt Gesetz und wird ohne Diskussion akzeptiert.

 

Ein paar Tage später.

Ich erhalte eine Nachricht von meiner Mama: „Was macht die Reiseplanung?“ Meine Antwort: „Pausiert. Keine Motivation, weil kein Bock.“ Ein paar Sekunden später: Ein Anruf, ein langes Gespräch, Erfahrungsaustausch über Recherchen, Fakten liegen auf dem Tisch, dann eine äußerst unerwartete Rückfrage meiner Mum: „Du könntest doch theoretisch auch im Kreis reisen – Delhi, Kalkutta, Mumbai, Delhi -, oder? Hast du mal nach Gabelflügen geschaut? Oder könntest du auf dem Hinflug auch noch irgendwo einen Stopover mitnehmen?“

 

Verwirrung, Planlosigkeit.

Ich hatte aufgehört, nach weiteren Flügen zu schauen, nachdem „Du spinnst!“ gekommen war. Umso überraschter bin ich nun, dass meine Mum scheinbar weiter mit meiner Reiseplanung ist als ich. Ich verspreche, sie in ein paar Minuten noch einmal anzurufen.

Klick, klick, klick.

Ein paar Klicks später und um einige Informationen reicher, der Rückruf: Gabelflug macht preistechnisch keinen Sinn. Ein Stopover in einem Land, das mich interessieren würde, existiert nicht. Alternative Fluggesellschaften fliegen für den eineinhalbfachen Preis mit Zwischenstopps in München, Basel oder oder oder.
Rückfrage meiner Mum nach Frequentierung und Kosten der Inlandsflüge. Erneute Planlosigkeit.

Klick, klick, klick.

Inlandsflüge gibt es von überall nach überall, mehrfach am Tag. Sie kosten praktisch nichts.
Stille am Telefon. Ich höre den Sekundenzeiger hinter mir.

Klack, klack, klack.

„Buch‘ ihn!“ „Was?“ „Buch‘ ihn!“ „Jetzt?!?!“ „Du solltest diesen Monat noch buchen, eigentlich am besten dieses Wochenende. Besser wäre heute. Noch besser wäre jetzt sofort.“ […]

Was Mama sagt, ist und bleibt Gesetz. Ich lege auf. Wie im Zombie-Modus suche ich meine Kreditkarte, prüfe erneut die Flugdaten und -uhrzeiten – sie könnten nicht besser passen – , stelle mir die Frage, ob ich wirklich mit Lufthansa fliegen möchte. Lufthansa auf Langstrecke geht eigentlich echt nicht. Kurzstrecke sehr gerne. Dank deren Augenwischerei-Konzept mit den Flugzeiten ist Lufthansa immer überpünktlich. Auch dann noch, wenn bereits dreißig Minuten Verspätung eingefahren wurden. Allerdings lassen Komfort und Service im Vergleich zu Singapure Airlines, Etihad, KLM, Thai oder Emirates mehr als zu wünschen übrig. Ein Direktflug hätte zur Abwechslung aber auch mal etwas. Frankfurt – Delhi in 7 Stunden: Rein, pennen, raus, los.

Okay, scheiß drauf.

Klick, klick, klick.

Indien, ich komme!

„Das Land der Romantik und der Träume, wo fabelhafter Reichtum und fabelhafte Armut wohnen, das Land der Pracht und der Herrlichkeit, der Lumpen, der Paläste und elenden Hütten, der Pest und Hungersnot, der Schutzgeister und Riesen, wo Aladins Lampe, Tiger, Elefanten, die Kobra, der Dschungel zu finden sind. […] Indien ist die Wiege des Menschengeschlechts, der Geburtsort der menschlichen Sprache, die Mutter der Geschichte, die Großmutter der Sage, die Urgroßmutter der Überlieferung. Es ist das einzige Land unter der Sonne, das für den Fürsten und den Bettler, den Gebildeten und den Unwissenden, den Weisen und den Toren, den Sklaven und den Freien den gleichen, unzerstörbaren Reiz besitzt.“ (Aus: Mark Twain: Meine Weltreise nach Indien)

 

Dass ich diesen Sommer noch das Taj Mahal sehen werde, damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Oder all die anderen wundervollen Sehenswürdigkeiten. Bilder poppen vor meinem inneren Auge auf: Delhi, goldener Tempel in Amritsar, die Festung in Jodhpur, Jaipur, der Sonnentempel, Jaisalmer, Rishikesh und und und…

Für eine detaillierte Planung ist es zu früh. Eine Grobplanung steht. Sei‘ gespannt, denn spannend wird es garantiert. Summer is coming… 🙂

 

… und während ich nun morgen auf meinen nächsten Kurztrip gehen werde – wohin, verrate ich dir am Freitag – übernimmt die liebe Jacqui von Weltgefühle ein bisschen etwas von meiner Indien-Reiseplanung und schreibt wahrscheinlich gerade an ihrem Gastartikel für Indien. Sie habe ich nämlich gebeten, mir ein paar Insider-Informationen über den Bundesstaat Tamil Nadu zukommen zu lassen. 😉

 

Und wenn du schon jetzt mehr über Indien erfahren möchtest, dann schau‘ doch mal auf dem Blog von Christiane und Aras W.E.G. – Worldwide Elderly Getaways oder bei MoGroach – Leben im Koffer von Silvi und Chris vorbei – beide Blogs habe ich sehr gut für meine Vorbereitungen für Indien nutzen können.


Bilder entnommen aus pixabay.

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4 Kommentare auf "Summer is coming: Indien – auf den Spuren der Götter"

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Mogroach
Gast

Uiii Indien!! Das wird dir bestimmt gefallen,
Auch wenn das Land vielleicht erst mal schockt! 😉 Wir haben uns auch wieder für Indien entschieden, allerdings geht’s erst im November für uns los und Richtung Kerala.
Reist du dann alleine?
Grüß mal deine Mama… War herrlich eure Story zu lesen! 🙂
Bin gespannt, was du uns aus Indien zu berichten hast!
Falls du Fragen, der Chris war schon öfter in Indien als ich und hat bestimmt ein paar Tipps.

LG Silvi und Chris

mogroach
Gast

Leider sind wir wieder zurück… das liebe Geld 🙂

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