Boogie boarding in El Paredon: How to… ääähh… not!!!

Boogie boarding in El Paredon – how to… ääähh… not!

Vorab-Anmerkung: Als ich am Montag meinem Kollegen und Surfer von dieser Aktion erzählte, schaute er mich dezent fassungslos an und erwiderte nur: „Du warst nicht ernsthaft bei diesem Wellengang gestern im Wasser?!“

Dieser Beitrag wird einer für die Kategorie: Manu macht sich zum Vollidioten! 🙂 Denn wenn ich eines heute gelernt habe, dann ist es Folgendes: Surfen sieht verdammt einfach aus – isses aber nicht! Und schon gar nicht bei einem Wellengang wie dem in El Paredon! Aber gut, ich hatte Allan versprochen, wenn ich das nächste Mal in Paredon bin, würde ich dem Surfen eine Chance geben. Eine!

Boogie boarding in El Paredon

Surfen in El Paredon

Aufgrund der heftigen und hohen Wellen, die es nahezu den ganzen Tag an der Südküste Guatemalas gibt, gilt El Paredon als das Surferparadies schlechthin. Es gibt praktisch keinen Tag, an dem du hier nicht surfen gehen kannst. Urlaub machst du hier, nicht jedoch die Wellen.

Wie heftig es dort ist, wurde mir vor einigen Wochen bewusst, als ich mitbekam, dass eine Kollegin und sehr gute Surferin, die jedes Wochenende in El Paredon bringt, um dort surfen zu gehen, nun für mindestens 4 Wochen krankgeschrieben ist, weil sie sich an ihrem letzten Surf-Wochenende einen Muskel am Bein nahezu komplett durchtrennt hatte. Eine überaus schmerzhafte Angelegenheit.

Boogie boarding in El Paredon

Und wenn du dann richtig viel geübt hast, immer noch lebst und dir nicht zig Knochenbrüche oder Muskelrisse eingefangen hast, dann sollte das in etwa so wie auf diesem Video aussehen, welches ein Surfer während seines Besuches in El Paredon gedreht hat.

Surfenlernen – die Theorie

Bevor man richtig surfen lernt, ist es ratsam, zunächst mit boogie boarding zu beginnen. Du hast ein kleineres Brett, kannst dich langsam an die Gegebenheiten des Meeres herantasten. Denn beim ersten Versuch bereits frei auf einem Surfbrett zu stehen, ist absolut undenkbar.

Boogie boarding bedeutet, dass du auf deinem Brett liegst. Wie auf einer Art Schwimmhilfe. Rein ins Wasser, Welle abwarten, Boogie Board in Position bringen, mit dem Oberkörper auf das Board legen, rechts und links am Board festhalten, den Körper hochdrücken wie beim Planking, von der Welle treiben lassen.

Soweit die Theorie…

Boogie boarding in El Paredon

Boogie boarding in El Paredon – erste Versuche

Frei nach dem Motto „Einfach mal machen – könnte ja gut werden“ schnappe ich mir am Vormittag ein Boogie Board. Es ist 9:30 Uhr. Optimistisch laufe ich an den Strand. Der Weg ist zu kurz, um sich wirklich Gedanken darüber zu machen, was nun gleich alles passieren könnte. Flip Flops aus (der Sand ist hier so heiß, dass ich mir jedes Mal, wenn ich hier bin, früher oder später die Fußballen verbrenne, wenn ich ohne den Schutz der Flip Flops über den Sandstraße laufe!), Boogie Board am Handgelenk festmachen und rein ins Wasser.

https://youtu.be/Q1Bmi1-Zb4A

Bereits nach den ersten Metern spüre ich, dass die Wellen eine unglaubliche Kraft haben. Nicht nur klatschen sie mir in aller Heftigkeit entgegen, sondern auch der Sog, wenn das Wasser wieder hinaus in das Meer gezogen wird, ist überaus heftig.

Noch bevor Minute 2 überhaupt beginnt, habe ich mein Haargummi (Mädels, ihr wisst, wie schwierig sich diese Gummihaarbänder aus den Haaren entfernen lassen!) verloren!

Minute 3: Ich lag noch nicht ein einziges Mal auf dem Brett, habe aber schon zwei Mal komplett den Halt verloren und bin abgesoffen. Richtig abgesoffen! Nicht einfach nur so ein bisschen mit „mal kurz Kopf unter Wasser“! Nein, richtig, so mit „Kopf unter Wasser und nicht mehr hoch“!

Boogie boarding in El Paredon

Nach Minute 5 habe ich fast sechs Mal meine Bikinihose verloren, so dass ich mich dazu entscheide, meinen Bikini so fest zu binden, dass mich die Bändchen des Bikinis an der Hüfte schmerzten. Ein Zustand, den ich allerdings nur während der ersten Sekunden wahrnahm, da ich danach ja wieder damit beschäftigt war, nicht abzusaufen. Ein völlig sinnloses Unterfangen übrigens.

Minute 10: Ich habe ich das Gefühl, meinen Wasserbedarf für den restlichen Tag und den an Salz für das restliche Jahr gedeckt zu haben.

Boogie boarding in El Paredon

Ein netter Dank geht in Minute 13 an Poseidon für seinen morgendlichen, überaus umsichtigen Hinweis: Setz‘ bloß keine Brille auf und schnall‘ das Boogie Board an. Die Brille hätte wahrscheinlich keine einzige Minute überstanden und das Brett wäre mir bereits nach der ersten Welle aus der Hand gerissen worden.

Boogie boarding in El Paredon

Als ich schließlich sehe, dass die nächsten beiden Wellen nicht allzu heftig sind, drehe ich mich um, lege mich auf mein Brett, halte mich fest und warte auf die Wellen, die mich dann tatsächlich mit einem Affenzahn zurück an den Strand spülen.

Und auch wenn mir nahezu jede Welle, die vor meinem Oberkörper bricht, für einen Moment komplett das Gleichgewicht nimmt und erst einmal saufen und mich wie ein begossener Pudel aussehen lässt, gebe ich nicht auf.

Boogie boarding in El Paredon

Das Spiel beginnt erneut und immer und immer wieder: Rein in das Wasser, bei größeren Wellen zunächst einmal mehrmals absaufen und ordentlich Wasser schlucken, eine kleinere Welle abwarten, umdrehen, weeeeeeeeyyyy!!!

Boogie boarding in El Paredon

Nach 20 Minuten bin ich dermaßen kaputt, dass ich eine erste Pause brauche. Allans Worte vor einigen Wochen hämmern in meinem Kopf: You’re in good shape – you’ll survive!

Danke Kraftsport-Gott für die good shape! Und danke Poseidon, dass du mich überleben ließest!

Boogie boarding in El Paredon

Fazit boogie boarding in El Paredon

Boogie boarding hört sich unglaublich einfach an, wenn man den Erklärungen erfahrener Surfer folgt: Welle abwarten, auf das Brett legen, rechts und links festhalten, los geht’s! Boogie boarding sieht auch super easy aus, wenn man sich YouTube-Videos dazu anschaut. 

Aber boogie boarding in El Paredon als absolut blutiger Anfänger ist wahrlich kein Kinderspiel! Nicht bei dem Wellengang! Übrigens, dass man um 9:30 Uhr mit seinem Brett als absoluter Anfänger noch nicht ins Wasser gehen, sondern noch einige Zeit abwarten sollte, bis sich das Meer etwas beruhigt hat, habe ich erst Stunden später erfahren! 

Und dennoch: Trotz kleinerer Blessuren, zwei eingerissenen Fingernägeln, kiloweise Sand in meinem Bikini und sämtlichen Körperöffnungen – allein das Säubern meiner Ohren kostete mich hinterher 10 Minuten Zeit! – werde ich nicht aufgeben, dieses Element zu meinem zu machen. Denn, ganz ehrlich, ich habe den Tough Mudder überstanden. Ich werde mir von ein paar Wellen in El Paredon nicht die Grenzen aufzeigen lassen! Allerdings werde ich mir beim zweiten Versuch ganz sicher einen Surflehrer dazu nehmen! 😉

 


 

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