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Wenn die Welt ruft...

Picture postcards from Tulum & ein verspätetes Weihnachtsgeschenk

Heading off for Mayaruine Tulum

Heute Morgen bin ich irgendwie ziemlich verpennt. Ich komme nicht so richtig in die Gänge und nach meinem gestrigen Tag in Coba steht mir der Sinn heute Vormittag auch nicht besonders nach Mayastätte. Da ich aber nur allzu gut weiß, dass ich a. nicht mehr so schnell hier her kommen werde, b. daraus resultierend heute die letzte Möglichkeit ist, die Mayaruine Tulum zu besichtigen und c. mit großer Wahrscheinlichkeit die Tourischaren gegen 9:30 Uhr dort auftauchen werden, hüpfe ich kurz unter die Dusche, packe schnell meinen Kram, steige geschwind ins Auto und düse los.

Mayaruine Tulum

Worst case am frühen Morgen

Als ich auf dem Parkplatz ($ 160) ankomme, ist dieser noch nahezu autofrei und so kann ich direkt vor dem Eingang der Mayaruine Tulum parken. Nach dem Lösen meines Tickets ($ 70 – Ironie, dass der Parkplatz mehr als der Eintritt kostet!) gehe ich schnellen Schrittes den langen Weg zwischen Eingangsbereich und Zugang zur Ruine.

Mayaruine Tulum

Noch während ich laufe, krame ich in meiner Tasche nach meiner Kamera, um diese bereit zu machen. Deckel vom Objektiv nehmen, Schlaufe um das Handgelenk zwirbeln, anschalten und Kamera-Einstellungen überprüfen. Doch als ich sie anschalte, blinkt mir eine helle Warnmeldung entgegen: keine SD-Karte vorhanden. 

Mayaruine Tulum

Das darf nicht wahr sein! Ich beginne in meiner Handtasche nach der SD-Karte zu kramen. Nichts. Jeden einzelnen Reißverschluss meiner Tasche öffne ich. Nichts. Im Geldbeutel. Nichts. Verdammt! Langsam dämmert mir, wo sie sich befindet. Sie steckt noch in meinem Notebook. Nach der Sicherung meiner Bilder am Abend zuvor habe ich offensichtlich vergessen, sie dort wieder zu entfernen.

Mayaruine Tulum

Die einzige Alternative: Mein Handy! Von dem ich weiß, dass die normale Kamera aufgrund von Feuchtigkeit unter der Linse nach dem Wechsel des Glases keine – absolut gar keine – brauchbaren Bilder macht. Nichts ist erkennbar.

Mayaruine Tulum

Ich weiß jedoch, dass die Selfie-Kamera funktioniert. Aber soll ich denn nun die Mayaruine Tulum mit der Selfie-Kamera fotografieren? Wie soll das denn bitte funktionieren?! Ich denke darüber nach, zum Parkplatz zurückzukehren und zurück zu meiner Unterkunft zu fahren. Ich bräuchte 50 Minuten bis zur Unterkunft und natürlich 50 Minuten wieder zurück. Tendenziell eher mehr, denn mittlerweile hat sicherlich auch der Verkehr auf den Straßen zugenommen. Den Besuch von Tulum auf den morgigen Tag zu legen, kommt ebenfalls nicht in Frage, denn ich muss zurück nach Cancun und um 10 Uhr mein Auto am Flughafen abgeben.

Mayaruine Tulum

Die Entscheidung: Ich werde versuchen, Tulum einzig mit der Selfie-Kamera zu fotografieren. Ziemlich schnell stelle ich fest, dass dieses Vorhaben nicht unproblematisch ist, denn nicht nur ist es unglaublich schwierig, ein Bild zu machen, ohne zu sehen, was ich im Fokus habe, vielmehr ist es auch so, dass beim Drücken des Auslösers auf dem Handydisplay immer meinen Finger oder meine Hand mitfotografiere. Kurzerhand stöpsle ich daher den Selfie-Stick an das Handy und fotografiere über den Knopf des Sticks. Was sich wiederum aufgrund der direkten Sonneneinstrahlung auf dem Handydisplay – ich kann rein gar nichts auf dem Display erkennen – ebenfalls als ziemlich kompliziert erweist. Im völligen Foto-Blindflug schieße ich ein Bild nach dem anderen – und muss natürlich am Abend ganz gehörig aussortieren.

Mayaruine Tulum

Die Mayaruine Tulum

Das Wort “Tulum” bedeutet Zaun bzw. Mauer. Spätestens wenn man sich ein wenig mit der Lage der Tempelanlage auseinandergesetzt hat, wird einem auch klar, warum die Mayastätte diesen Namen erhalten hat: Das Zentrum der Anlage nämlich ist von drei Seiten von einer hohen Mauer umgeben. Die vierte Begrenzung bildet dabei das Steilufer mit dem darunterliegenden Strandabschnitt.

Mayaruine Tulum

Einzigartig ist die Mayaruine Tulum sicherlich nicht. Wenn du bereits ein paar Mayaruinen besucht hast, wird dir hier nichts sonderlich Neues auffallen. Steine. Tempel. Ehemalige Wohngebäude. Säulen. Wandmalereien.

Mayaruine Tulum

Einzigartig ist aber in jedem Fall ihre Lage. Direkt am Strand. Mit einem wahnsinnig genialen Blick auf das Meer.

Mayaruine Tulum

Mayaruine Tulum

Das Gebäude, das hier am höchsten steht und über der kompletten Anlage zu thronen scheint, ist der Tempel des Windes. Woher dieser seinen Namen ist, ist nur allzu offensichtlich, wenn man seine exponierte Stellung über den Klippen sieht.

Mayaruine Tulum

Mayaruine Tulum

Mayaruine Tulum – ein Freizeitpark?

Man könnte es meinen, denn aufgrund des hohen Besucherandrangs werden die Touristen in Miniatureisenbahnen von den Parkplätzen bzw. den zahlreichen Restaurants und Cafés am Eingangsbereich zum Eingang der Tempelanlage gekarrt.

Mayaruine Tulum

Zwischen 10 und 11 Uhr ist in diesem Bereich schon ein derart hoher Andrang, dass allein das Anstehen für eine Fahrt mit der kleinen Eisenbahn wahrscheinlich eine Stunde dauern wird, denn zu dieser Zeit sind nicht nur die Busse aus Cancun eingetroffen, sondern auch die Kreuzfahrtschiffe.

Mayaruine Tulum

Mayaruine Tulum

Tulum: check! 🙂

Auf der Suche nach chilly-vanilly

Für den restlichen Tag habe ich mir tourifrei genommen und möchte in einem der Fünf Sterne Resorts einen day pass erstehen. Hierfür hatte ich mir eigentlich den Strand des Hard Rock Hotels (day pass: 107 USD) ausgeguckt. Nachdem ich dort an der Rezeption jedoch anfrage, erhalte ich die Rückmeldung, dass das Hotel zu 96% ausgebucht sei (klar, es ist Hochsaison!) und sie keine weiteren Gäste, auch keine day passes, mehr annehmen könnten. 

Da ich sowieso wegen der SD-Karte zurück zu meiner Unterkunft muss, beschließe ich, nicht wie ursprünglich geplant, direkt in ein anderes Hotel zu fahren, um dort nachzufragen, sondern zunächst dort anzurufen. Zwei Anrufe später (!) werde ich fündig. Das Riu Yucatan im Condominio Playacar begrüßt mich herzlich.

Vamos a la playa

Zwei Pools, drei Restaurants, mehrere Bars, direkter Zugang zum Strand und ein absolut genialer Strandabschnitt erwarten mich hier.

Auch das Futter und die Getränke sind im day pass inkludiert. Und so fülle ich nicht nur einmal mehr meine Proteinspeicher auf, sondern sorge für Endorphinausschüttung durch ordentlich Schoki und Sonne.

Ziemlich vollgefuttert und mit Sonnenbrand-Garantie wird der vorletzte Tag in Yucatan am Strand abgelümmelt.

Und ja, Weitwinkel is’ was Feines! 😀

 


Reisestationen im Überblick

ValladolidChichén ItzáMéridaDie Mayaruinen Uxmal, Kabah und Sayil

Playa del CarmenAkumalCobáTulumCancun

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