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Wenn die Welt ruft...

Indien, ich komme! – Ich packe meinen Rucksack…

Countdown

5 Tage und 21 Stunden sind es noch bis ich nach Indien fliege. Meine Reiseroute durch Indien steht, die Inlandsflüge sind gebucht, ein paar Hostels vorab reserviert. Was noch fehlt ist die große Frage: Was muss rein in den Rucksack? Wie schwer darf er höchstens sein? Handgepäck? Ich rechne mit täglich über 35 Grad – Rucksack light sollte es also sein. Das Ziel: Höchstens 10 Kilogramm Gepäck.

Da kommt bis nächste Woche sicher ein Wintereinbruch! Ganz sicher!

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Für gewöhnlich reise ich mit meinem 56 Liter-Rucksack von Osprey. Er hat zwei voneinander trennbare Teile in der Mitte, jeweils eine große Seitentasche rechts und links und oben drei weitere Fächer für Dinge, die schnell zur Verfügung stehen sollten. Um irgendwie Ordnung im Rucksack halten zu können, verpacke ich meine Dinge in Wäschenetzen. Auf diese Weise sind die Sachen nicht nur relativ gut geschützt, sondern lassen sich sehr gut sortieren. Zunächst ist also Häufchen packen angesagt. Aussortieren. Erneutes Häufchen packen. Noch einmal aussortieren.

Rucksack-Häufchen Nummer 1: Waschkram

Waschuntensilien und Co.

Irgendwie selbsterklärend: Duschcremes, Haarshampoos, Conditioner, Cremes – ziemlich wahllos zusammengeschüttet, so dass ich keine großen, schweren Verpackungen tragen muss. Desinfektion für die Hände darf natürlich nicht fehlen. Und ebenfalls eingepackt wird unbedingt ein kleines Päckchen im Vakuumbeutel für das Handgepäck, falls der Rucksack aus welchen Gründen auch immer nicht auf dem Gepäckband in Delhi landet.
Ansonsten ebenfalls immer im Gepäck: ein aufblasbares Nackenkissen für den Flieger, ein aufblasbares Kopfkissen für unbequeme Hotel-Kopfkissen und die furchtbaren Thrombose-Strümpfe, um die geschwollenen Beine nach dem Langstreckenflug zu umgehen, denn nichts ist übler, als die ersten beiden Tage mit geschwollenen Beinchen und Füßchen Sightseeing unternehmen zu müssen.

Rucksack-Häufchen Nummer 2: Kaffee & Co.

minimale Verpflegung

Um die morgendlichen Aggros aufgrund der Unmöglichkeit, Kaffee auftreiben zu können, zu umgehen, sind Kaffeetasse, Instant-Kaffee (besser als gar nichts!) und mein kleiner Tauchsieder immer dabei. Das Besteck sollte natürlich ebenfalls nicht fehlen, um eventuelle Obstkäufe verarbeiten zu können. Cook or peel it – otherwise, leave it!

Rucksack-Häufchen Nummer 3: Papiere und Medis

notwendige Unterlagen und Medis

 

Ein kleiner Reiseführer, weil ich mir die Schreibweise der ganzen Tempel einfach nicht merken kann, natürlich das Flugticket, Visa (beides in mehrfacher Ausführung), Impfpass, Reisepass (in mehrfacher Ausführung), zig Passbilder, internationaler Führerschein, Desinfektionstücher, Mückenspray für Körper und Kleidung, Malaria-Schnelltest und diverse andere Medis finden ebenfalls eine kleine Lücke irgendwo im Rucksack bzw. Handgepäck. Das kleine rosa Täschchen ist auf meinen Reisen übrigens mein bester Freund: In diesem lassen sich problemlos Bargeld und Kreditkarten unterbringen. Angebracht wird es per Druckknopf am Mittelsteg des BHs. Auf diese Weise trägst du deine Wertgegenstände (bitte nicht ausnahmslos alle Wertgegenstände dort hinein packen!!!) völlig unproblematisch und unsichtbar immer direkt am Körper. Direkter geht es kaum.

Und weil ich immer wieder gefragt werde, welche Medikamente ich tatsächlich mitnehme, habe ich einmal diese kleine schwarze Tasche ausgeleert und nachgeschaut, was sich darin immer befindet.

Mein Tipp vorab: Du bist immer besser aufgestellt, was den Kauf von Antibiotika vor Ort angeht als wenn du sie aus Deutschland mitbringst, denn gegen Krankheiten, die du dir in einem anderen Land einfängst, helfen unsere Medikamente meistens nicht. Abgesehen davon sind sie vor Ort meist günstiger und vor allem rezeptfrei zu erstehen.

Dennoch, meine Medis:

Hier findest du eine relativ begrenzte Auswahl: Kade Fungin (bei richtig verheerenden hygienischen Verhältnissen – Mädels, ihr kennt das Problem!), diverse Antibiotika, Kohle Tabletten (bei Einnahme innerhalb einer Stunde lässt sich vielleicht das Schlimmste vermeiden), Paracetamol (für die potenziellen alltäglichen Problemchen), Malarone (für 4 Tage, denn Malaria Prophylaxe während des gesamten Reisezeitraumes habe ich noch nie gemacht und werde ich auch nicht), Otriven (schlafen mit verstopfter Nase geht halt einfach nicht), Bepanthen und Tiger Balm (kann man immer gebrauchen) und ein Fieberthermometer (Warum?! – Weil Fieber ein Symptom für Malaria ist und das Ding sowieso nichts wiegt).

*

Danke übrigens für den Tipp mit Whiskey (oder Whatever – Hauptsache über 40%) und Perenterol (forte). Ich werde es beherzigen und – auch wenn es niemand hören/lesen möchte – berichten. 🙂

Rucksack-Häufchen Nummer 4: Sport, Schutz und schlafen

Sport und schlafen

 

Abgesehen von einem Sportoutfit inkl. Laufschuhen findest du in diesem Häufchen noch ein kleines Handtuch (für den Sport im Gym und für das Verpacken des Reise-Notebooks), einen Sarong (einsetzbar als Strandtuch, Rock, Körperbedeckung, Decke, Kopftuch und und und), zwei Mikrofaserhandtücher, weil sie super schnell trocknen), einen Seidenschlafsack (falls die Bettdecke entweder völlig verdreckt, viel zu warm oder nicht existent ist) und einen Moskitoschutz.

Rucksack-Häufchen Nummer 5: gadgets

Elektronik und Co.

Von links nach rechts: Mein Reise-Notebook (ohne Hülle, denn das Notebook wird in das Gym-Handtuch gepackt werden), Ersatzhandy Nummer 1 (Smartphone), Ersatzhandy Nummer 2 (kleiner Totschläger aus dem letzten Jahrhundert), Power Bank, Solar Power Bank, Kabelsalat, padlocks, mehrere Adapter, Stirnlampe, Taschenlampe, SIM-Karten-Adapter, SD-Karten-Adapter, Aufladegerät für’s Auto, Selfie-Stange und natürlich die entsprechenden Beutelchen, um alles schön zu verpacken.

Rucksack-Häufchen Nummer 6: Kleidung

Kleidung

Dieses Häufchen hat mir am meisten Kopfzerbrechen beschert. Was nehme ich für 4 Wochen Indien mit? Was kann Zuhause bleiben? Das Ergebnis: zwei längere Blusen (eine für die Anreise), zwei Sweatshirts, vier Träger-Tops, einen Bolero (für die vier Tops), zwei Elefanten– und eine Leinenhose (für die Anreise), zwei Bikini-Oberteile, ein komplettes Bikini Set, da ich ja dann doch mindestens einmal im Meer schwimmen werde, eine Handvoll Unterwäsche und zwei Paar Socken. Es leben die Flip Flops, die natürlich ebenfalls noch ihren Platz finden werden, die aktuell aber aufgrund der hiesigen Temperaturen noch in Gebrauch sind!

Ergebnis:

Kleidung – ordentlich verpackt in Wäschenetze

Summa summarum macht das dann 9,8 Kilogramm! Check!

unter 10 Kilogramm!

Rucksack packen: check!

In den nächsten Tagen werde ich mich noch ein bisschen um meine Transfer-Möglichkeiten zwischen Flughafen und Hotels kümmern. Nicht ganz so leicht, da einige meiner Hotels, für die ich schon eine Reservierung habe, es bisher nicht für nötig gesehen haben, auf meine Transfer-Anfrage zu antworten. Bei einer Nachricht, wie mich diese vor einigen Tagen erreicht hat, erscheint mir dies aber durchaus notwendig.

 

Hast du noch ein paar Tipps für den Transfer zwischen Flughafen Varanasi und Stadtzentrum (Hotel direkt am Ganges an den ghats)? – Transfer in Delhi und Amritsar habe ich bereits organisiert. 😉

*Fußnote zum Rum-Bild: Wenn du nun tatsächlich denkst, dass ich diese Flasche Rum selbst getrunken habe, dann denk’ noch einmal ganz kurz nach. – Natürlich nicht. Aber als ich sie im Schrank fand, den verbleibenden Flascheninhalt weggekippt hatte (ich mag keinen Rum – meeeh!), kam ich nicht umhin, ein Sinnlos-Bild zu machen. Passt perfekt zum aufgrund von Offensichtlichkeit ausgerufenen spooky-face-denn-ich-sehe-den-ganzen-Tag-völlig-übernächtigt-aus-month… 😀 

 


Indien Überblick:

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