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Die 3 lebenswichtigen „goods“ auf Indiens Straßen

Die 3 lebenswichtigen „goods“ auf Indiens Straßen

Meine erste Fahrt durch Rajasthan

Pünktlich um 8:30 Uhr beginnt meine allererste Fahrt durch Rajasthan. Angedacht sind 6 bis 7 Stunden Fahrt für die knapp 300 Kilometer von Delhi nach Mandawa. Die ersten 50 bis 70 Kilometer sind durchaus noch auf der Autobahn machbar.

Danach geht es rein ins Hinterland. Roller. Traktoren. LKW, die entweder Waren oder Menschen transportieren, kleine Dörfer, viel unberührte Landschaft, zig Felder, Bauern mit ihren Kühen. Straßenhunde. Am Straßenrand schlafende Ziegen. Kamele. Was an meinen ersten beiden Tagen in Delhi abgegangen war, scheint Ewigkeiten zurückzuliegen.

Autofahren in Indien

Immer wieder muss ich an Plan Nummer 1 meiner Indien-Reiseroute denken. Du weißt schon, den Norden auf dem Roller zu durchqueren. Ich muss mittlerweile jedes Mal grinsen, wenn ich daran denke. Wie unmöglich. Auf den ausgebauten Landstraßen mag das vielleicht noch funktionieren. Vielleicht. Sobald du aber in das Hinterland kommst, würden sowohl meine Rollerfahr-Kompetenz als auch mein Orientierungssinn wahrscheinlich völlig an ihre Grenzen gelangen.

Rast für sweets auf einer langen Fahrt

 

Straßenschilder sind hier nämlich deutlich zu kurz gekommen. Gurmeet, mein Fahrer, scheint alle Straßen verinnerlicht zu haben. Zielstrebig bahnt er sich seinen Weg durch das Gewirr an Landstraßen. Teilweise sind Straßen blockiert. Teilweise sind sie überschwemmt. Und teilweise erscheint hier plötzlich aus dem Nichts eine Baustelle.

Immer wieder sind spontane Ausweichmanöver notwendig, weil Menschen oder Kühe völlig überraschend die Straßen überqueren. Und immer wieder muss er fast auf Stillstand herunterbremsen, um durch Schlaglöcher oder über speed bumps fahren zu können. Mehr als einmal setzte das Auto dabei auf.

Lecker Petha, eine typisch nordindische Süßigkeit – ich würde Milk Fudge dazu sagen. 😉 nom nom…

 

Lebenswichtige „goods“ auf Indiens Straßen

Dass es drei „goods“ benötigt, um hier fahren (und wahrscheinlich auch überleben) zu können, lerne ich schnell:

  1. Good breaks.
  2. Good horns.
  3. Good luck.

…und Teepause 🙂

Die Entscheidung, mir für diese Tour einen Fahrer zu nehmen und die Fahrt nicht alleine zu machen, ist für meine Indien-Reise wahrscheinlich nicht nur die vernünftigste Entscheidung, sondern auch die komfortabelste.

Denn während ich gemütlich auf der Rückbank sitzen, mich dort ausbreiten, die Beine hochlegen und die ganze Zeit vorne, hinten, links und rechts aus dem Fenster schauen, mich von der Umgebung berieseln lassen und all die Eindrücke aufnehmen kann und mich um nichts kümmern muss, konzentriert sich Gurmeet auf mein Vorankommen auf der Straße und mein sicheres Ankommen am nächsten Ort.

links 😉

vorne

hinten – guuut, da gibt’s gerade außer einer Kuh nicht viel zu sehen 😀

Witzigerweise habe ich Gurmeet während unserer ganzen zweiwöchigen Tour durch den Norden Indiens kein einziges Mal hupen gehört. Einmal frage ich ihn sogar: “Gurmeet, does this car have a horn?” Gurmeet lacht nur. In einer stoischen Gelassenheit und mit einer unglaublichen Ruhe bewegt er sein Auto auf der Straße. Manchmal muss er selbst über die anderen Verkehrsteilnehmer lachen, weil sie gefährliche Überholmanöver starten und dabei eigentlich drei Fahrstreifen bräuchten. Manchmal kommt ihm einfach nur ein “Stupid. Those people are so stupid with their horning all the time” über die Lippen, weil das Gehupe in einem Stau oder wegen eines querstehenden LKW natürlich überhaupt nichts bewirkt.

Während der über 3.300 Kilometer, die wir zusammen auf Indiens Straßen hinter uns bringen, denke ich bei mir: Nein, es braucht nicht 3 “goods”, um auf Indiens Straßen voranzukommen, es braucht eigentlich nur eins: a good driver!

Danke, Gurmeet! Danke für wundervolle Tage in Indien, in denen ich mich nicht nur auf den Straßen, sondern auch im ganzen Land sicher und aufgehoben gefühlt habe. 🙂

I know, ziemlich verwackelt, aber: ä cääääml! 😀

 

Auf meinen YouTube-Kanal habe ich dir ein paar Videos gestellt, mit denen du dir einen Eindruck von Indiens Straßen machen kannst.

Oder, wenn du magst, schau’ dir das hier an:

 

Gurmeet hält sogar für das für ihn wahrscheinlich unspektakulärste Fotomotiv geduldig an.

Indiens Straßen

Und ganz nebenbei sieht er dann auch noch Antilopen…

…oder anderes Getier. 😀

Wenn du auch eine Tour durch Indien planst und auf der Suche nach einem Fahrer bist, melde dich doch einfach bei Ashok und Manish von Ashok’s Taxi Tours. Ashok bietet nicht nur Fahrten durch den Norden Indiens an, sondern kann deine Reiseroute durch das Land ganz individuell an deine Wünsche anpassen.

 

Anmerkung zum Beitrag: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Beitrag nicht um Werbung oder eine Kooperation handelt, da ich weder Geld noch einen Rabatt als Gegenleistung für diesen erhalten habe. Ich bin einfach nur wahnsinnig froh, die Entscheidung, mir einen Fahrer zu nehmen, getroffen zu haben.

 

Blogartikel über das Taj Mahal: läuft 🙂

 

bei der Arbeit und trotzdem oder gerade deswegen bester Laune^^

 


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